Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band fünftes Heft
- Article
- Schreiben des Ober-Vorsteher-Kollegiums der Israeliten-Gemeinde zu Breslau, an den Großherzogl. Sachsen-Weimarerischen Landes-Rabbiner Hrn. Dr. Mendel Heß in Stadt-Lengsfeld, die jetzigen Breslauer R
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 2)
- Language
- German
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265 nicht entgangen ftjn, dgß ,derselbe, WMN auch mit eigenthüm- Uch localer Färbung, eine allgemeine Bedeutung hat. Es handelt sich darum, ob überhaupt ein Fortschritt im Zridenthume möglich ist, oder der strengste Stillstand geboten ist; ob die große Anzahl von Glaubensgenossen, welche über Werth und Gültigkeit talmndischer Satzungen andcre Ansichten haben als frühere Jahrhunderte, ob diese aus den Namen ״Zuden" Anspruch machen dürfen, oder als Ungläubige, anzusehen sind; ob die jüdische Theologie eine .wissenschaftliche Behandlung, eine freie Forschung verträgt, oder die herkömmlichen, mit allerBildung streitenden Grundsätzc nicht angetastet, ja nicht einmal untersucht werden dürfen; und ob ein Mann, Melcher, ckiw freiere, wissenschaftliche jüdisch-theologische Uetzexzeugung gewonnen hat, sie vertritt, und ihr Anerkennung zu verschaffen bestrebt ist, berechtigt ist, das Rabbiner-Amt in einer jüdischen Gemeinde zu versehen, oder von demselben fern .gehalten werden muß. Diese Frage, deren Bcantwoxtung über den .allgemeinen Entwichelungsgang des Zndenthums und der Zützen entscheidet, haben Wir jn.nnstM über die hiesige Rabtzinats- Angelegenheit vcröffenMchtkn Berichte natürlich nicht hervoxgcmftn, Wir haben und an hie rechtliche, rein locale Seite gehalten, Herr Rabbiner Ai kt in Hingegen Hat in seiner ״Darstellung," abgesehen .von weiteren Versuchen seincr Rechtfertigung, besonders S. 15 und 16. 19 und 20, nebst den dazu gehörigen Beilagen S, 25 bis Ende, diese Fragen mit aller Schärfe betont, und mit der vollsten Entschicdcnhcit, die Unstatthaftigkcit eines jeden Fortschrittes, einer jeden, auch der 'geringsten Abänderung, sowohl selbst Einrücken in die Spalten unserer Zeitschrift eingesandte Schreiben, in Betreff der, besonders aus öffentlichen Blättern, gewiß auch unfern Lesern wenigstens im Allgemeinen bereits bekannten Breslauer Rabbiner- Angelegenheiten, theilen wir hier,mit der Bemerkung mit, daß uns in dieser Sache, wie jetzt noch, weder hie Schriften dafür noch d.awider zu Gesichte gekommen sind. D. .K. 1*