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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft · p. Seite 257

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
Article
Der Golem und die Ehebrecherin
Date
1834-01-01
Page
Seite 257 (sequence 4)
Language
German
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257 Hier hast du, Geist, dein weiß Gewand, Magst du gesegnet sein; Du hast die Sünde mir bekannt, Nun geh' zur Ruhe ein. Der Rabbi sagt's, und gehet fort Und sucht das sünd'ge Weib; Er findet es an jenem Ort, Es sündigt noch ihr Leib. Und kaum das Weib den Rabbi sieht, Der ernst und streng ihr naht, Die Seele aus dem Körper flieht Ob ihrer Frevelthat. Deßau. Dr. Gustav Philippsorr. Aus dem Oefterreichischen, dortige Israeliten betreffend.*) „Am 29. November 1758 wurde Fanny, Baronin von Arnstein, in Berlin geboren. Diese Frau war ein Gegenstand der Bewunderung und Hochachtung durch ihre Schönheit, durch Herzensgute, Verstand und wahrhafte Bildung. Ihr Haus in Wien war ein Versammlungsort für ausgezeichnete Geister, wie jenes der Recamier und Geo ffro y in Paris. Sie starb den 8. Juni 1818 in Wien, und blieb lange ein Vorbild für weibliche Geistes- und Herzensveredlung." (Ueber ihr Leben, segensreiches Wirken und ihren großen Wohlthatigkeitssinn, da sie jährlich an die Armen 20,000 Gulden vertheilte, über ihr Testament, in welchem sie auch alle milde Stiftungen Wiens, ohne Glaubensunterschied, bedachte, u.st w., vergleiche man den 5. Jahrgang der Sulamith, 7. Heft, Seite 63. Fanny von Arnstein war die Tochter des würdigen Gemeindealtesten, Herrn Daniel Jtzig in Berlin, welcher durch seinen großen Reichthum, noch mehr aber durch seinen Wohlthatigkeitssinn und seine Bildung, bekannt und geschätzt war. Er hinterließ auch eine bedeutende, milde Familkenstiftung für seine und seiner Frau Verwandten. Die gute Erziehung seiner vielen wissenschaftlich und feingebildeten Kinder war bekannt und erregte schon damals allgemeine Aufmerksamkeit. *) Auszüge aus dem in der Wiener Allgemeinen Theaterzeitung befindlichen Tagblatte.

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