Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band viertes Heft
- Article
- Lehrt das Judenthum wirklich allgemeine Menschenliebe?
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 8)
- Language
- German
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226 allgemeinen Landesgcsctzen des jüdischen Gottcsstaatcs unterworfen hatte. Wie hätte auch gegen Menschen keine Humanität sich bekunden sollen in einem Gesetze, das ein weiches und mitleidiges Zartgefühl gegen die Thiere den Israeliten cinzuprägcn gesucht und eingcprägt hat, wie man es heute noch in den gebildetsten Staaten nicht kennt? Doch cs ist uns nicht vergönnt, diesen Gegenstand jetzt weiter auszuführcn, und möchte das Gesagte wenigstens genügen, um die Ucbcrzeugung festzustellcn, daß das Judcnthum in seiner Grundlage wirklich die allgemeinste Menschenliebe lehrt. Dr. Herxheimer. , IV. Ideen zu einer Geschichte des mosaischjüdischen Gesetzes. Je heftiger in der jüngsten Zeit der Streit zwischen den Konservativen und den Reformern innerhalb des Judcnthums sich erhoben hat, desto mehr thut es bei jeder Gelegenheit Noch, einen Blick in die Vergangenheit zurückzuwcrfcn, und sich nach dem Ursprung und der Fortbildung der einzelnen Elemente des heutigen jüdischen Gesetzcorpus umzuschen. Wo — wie dies bei dem eigentlich strenggläubigen Juden der Fall ist — der ganze Complcx dieser verschiedenartigen Gesetze und Gebräuche eine gleiche Heiligkeit und Unverbrüchlichkeit erlangt hat, verliert man um so leichter den historischen Standpunkt, als dieser überhaupt etwas unbequem ist, und für müßige „Erhalter der Religion" sogar etwas Abstoßendes hat. Desto mehr aber muß ciirc auf gründliche kritische Forschungen sich stützende Betrachtung der Entwickelung der jüdischen Religionspriiizipien/ in ihrer Theorie wie in ihrer Praxis, im Allgemeinen wie