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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft · p. Seite 199

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
Article
[Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 199 (sequence 3)
Language
German
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199 der Juden in dm Steppen Jedigan, Tiraspol, Bender, Kischnejew u. a. m. vortheilhafter. — —- „In den Städten herrscht die jüdische Bevölkerung vor. Die Wohlhabenheit unter dieser. Bevölkerung ist streckenweise außerordentlich, und der Verfasser berechnet , daß allein an Perlenschmuck an ihren Händen von den jüdischen Mädchen Bessarabiens ein Kapital von drei Millionen verbraucht wird." Den ältesten urkundlichen Nachweis, daß Handschuhe im Gebrauche gewesen, enthalt das Buch Ruth, dessen betreffende Stelle — Kapitel 4 , Vers 7 und 8 — Luther übersetzt hat: „Es war aber von Alters her eine solche Gewohnheit in Israel: Wenn Einer ein Gut nicht beerben noch erkaufen wollte, auf das allerlei Sache bestände, so zog er seinen Schuh aus und gab ihn einem Andern; das war das Zeugniß in Israel. Und der Erbe sprach zu Boas: kaufe du es, und zog seinen Schuh aus." — Luther war im Jrrthum, als er Schuh schrieb. Schon die chaldaische Paraphrase sagt: Handbedeckung, folglich Handschuh, und erwägt man, daß in der unmittelbar folgenden Zeit und Jahrhunderte lang der Handschuh für ein Pfand des Vertrauens galt, so bietet dies ein weiteres Argument gegen Luther, waren auch nicht außerdem Easobon und Andere der Ansicht der chaldäischen Paraphrase. Nebenbei erstreckt diese Erklärung sich auf die Stelle, wo König David seinen Schuh über Edom werfen will. Es muß hier nicht minder Handschuh heißen, so daß eine sehr frühe Gewohnheit der Juden und Ehaldaer, Handschuhe zu tragen, sich nicht in Abrede stellen laßt. (Morgenblatt.) (Einige Einwürfe künftig.) Berlin. In der öffentlichen Jahressitzung der Königs. Akademie der Künste am 4. Juni 1841, welcher des Herrn Staatsminister Dr. Eichhorn Excellenz, viele hohe Beamte u.s.w. beiwohnten, wurden, bei Erwähnung der ausgezeichnetern Künstler, auch unter anderen vielen Künstlern israelitischer Religion Medaillen und Prämien zuerkannt, und ihnen vom Vicedirektor der Akademie überreicht. Professor Oppenheim in Frankfurt a. M., bekanntlich ein Israelit, hatte in der Kunstausstellung des Albrecht-Dürer- Vereins in Nürnberg ein Bild, „Noah in der Arche." Der VIII. Jahrg. 2. Band. 4

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