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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft · p. Seite 187

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band drittes Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 187 (sequence 25)
Language
German
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IRI
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187 Die gegenwärtig beabsichtigte Umgestaltung der bürgerlichen Verhältnisse in Preußen: Nach authentischen Quellen beleuchtet. (Breslau1842. Maschinendruck von Heinrich Richter.) > > Der auf dem Gebiete der klassischem Philologie: so berühmte Verfasser unseres Schriftchcns (Hr.ivr. Fre u n d) sucht zu beweisen: 1). daß die Voraussetzung, es gebe jetzt noch ' eine jüdische-Nationalität der preußischen Juden, ungegründet ist; 2) daß die Voraussetzung, die jüdische Religion hindere ihre - Bekenner am Militairdienste, ebenfalls ungegründetist; 3) daß die historische- Entwickelung des Frage, an das leitende Comite verwiesen, welches die Proklamirung mit 7 gegen 3 Stimmen verwarf und Herrn Montesiore die Gründe schriftlich'darlegen ließ/ Zu Portsmouth erging''es der Bannbulle des Oberrabiners noch schlimmer, indem der Äorstand der dortigen Synagoge sie sofort ins Feuerwarf/" Welcher Empfang ihr an andern Orten ^werden wird, muß sich bald Herausstellen. (Leipz. Zeit.) (K. I.) London. Im . Wesiende von London haben die reichern l.Juden...- eine. .neue Liturgie. drucken undveröffentlichen lassen, welche in einer synkretischen Zusammenfassung der bei den polnischen, deutschen und spanischen Juden üblichen Liturgien besteht. Obgleich. diese' Veränderung wahrscheinlich dem hiesigen Ober-Rabbiner Herschel nicht sehr angenehm war, war sie doch ein trefflicher Versuch, durch Ausmerzung der feindlichen Eigenthümlichkeiten der Sekten (das Wort Sekten ist h i e r unrichtig, denn die v o r g e n an n t e n Juden unterscheiden sich nur durch Abweichungen in u n wesentlichen (Zeremonien und in manchen Gebetsformen, femden sich aber deshalb gerade nicht an> sondernbetrachten dies als herkömmliche verschiedene Gebrauche. D. H.), Uebereinstimmung des Gottesdienstes herbeizuführen. Ein noch schlagenderes Ereigniß hat sich im nördlichen Theile der Hauptstadt begeben. In Bouxtonstreet ist nämlich eine Kapelle zur Abhaltung des hebräischen Gottesdienstes in englischer Sprache eröffnet worden. Der Rabbiner war damit'.so unzufrieden, daß er die Einweihung der Kapelle verweigerte, und sogar ein Verbot oder Excommunication erließ. Dieser amtliche Erlaß wurde jedoch von. den Beteiligten sehr gleichgültig ausgenommen und sogar förmlich als nichtig erklärt. Au-' ßerdem hat sich auch noch hr London ein neuer Streit zwischen den (alten, wirklichen?) caraitischen Juden, welche einzig dem Texte des alten Testaments anhängen, und zwischen den talmudischen Luden erhoben." (Berl. Vossische Zeit»)

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