Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2304627-2304643-2304645-10852116--09251-2313484- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
109 nur. im AllgcMmen und! ohne Me Beziehung aufldas/hier Folgendegemachtem- Betrachtung., zeigen wir, dein Zweck ken, daß, obschon der'׳Vortrag nur an einen kleinern, bestimmten Kreis von Hörern gerichtet sein, die gedrucktePredigt aber zu allen möglichen Klassen von Lesern gelangen könne, so müsse doch das Wort, verkündet uv; den Gemeinden׳ frommer Hörer, eben weil es verkündet wird, also..eil* vorgetragenesein lebendiges ist, Weit eindringlicher und. fruchtbringender sein, als der gedruckte Buchstaben, der,-wenn׳ er auch noch so Geistig - kräftiges bezeichnet, immer doch nur ein. todter iss.— Auch mel den Predigten nur von wenigen Menschen gern gelesen. Die meiften lesen sie nur, wenn sie ein besonderes Interesse an der Person des Predigers selbst, an seinen besondern Leistungen! oder - Bestrebungen nehmen, oder aus einer gewissen Neugierde, arm den- Grad der Kenntnisse des Redners, etwa seine Kunst coulant zu stylisiren- oder seine Art eine Materie gewandt zu behandeln u. dgl. kennen' zu lernen',-und nur selten -werden PredMn׳ ihres eigentlichen Inhalts, der Belehrung oder Erbauung wegen, gelesen. — Ja, wem es verliehen ist, solche Predigten verfassen zu können, wie die der von Ihnen genannten Redner sind', der-gehört nicht zur- ״Regel," sondern zur-rühmlichen ״Ausnahme." Solche Mei-- fter der Kanzelberedsamkeit mögen und so l l e n Predigten druckest lassen. Ihr Nus-geht׳ ihrem Worte voran- und es wird 'ihnen-'nicht' an Lesern fehlen. Die'Anmuth . ihrer Rede reizt den- Leserlockt und zieht ihn an, und das Feuer - ihres׳ Ausdrucks dringt in sein Herz/ überzeugt und rührt und ׳stärkt ׳zum Fassen -guter- Vorsätze/׳ Alles, was eine Rede schön und vortrefflich ׳machen kann, finden wirin ihnen, Reichthüm der Gedanken׳, Fülle der Empfindung, Gewandtheit der Spräche, Rundung im Ausdruck, Klarheit i n der Darstellung - überzeugende Wahrheit,׳ unterscheidenden Scharfsinn' und sogar sarcastischen Witz; hier ündet der erleuchtete Verstand-den lieblichen ׳Honig, das gläubi ge. Gem üthdie. nährende. Milch, der. gebeugte Sinn de n, stärke ns den Weindas wunde Herz das lindernde-Oel und gegen dieum :sich fressende Fäulnis; des modernden Aberglaubens unddes witzelnden Unglaubens ist hier das beizende Salz eingestreut. *> Sollte ich über: -ine folche Predigt mein Urtheil inwenigen Worten abgeben, so würde ich es. mit den Worten des Sängers im>Hohenlied thun, (Kap. 4- 7. Kap. ■f>, 1<>.);כלך ימח —•ומיס אין ברי — הפך;ממחקים:.ובלך מחמירים .Ganz bist du schön — und keine Flecken an Die —- .Deine Kehle '.T),נמשל4 תרדה לדבש לחלב לרין.Vשמן, nHpV לפלפלין •גמשלר׳ חודה.!כןרבדר.טרן. י־ילי