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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft · p. Seite 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
Article
Literatur [Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 96 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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96 die Wangen (sind) bleich (allgemein?), ans ihrer schmalen Stirne sicht man die Spuren der ausgestandenen Leiden (Ist diese Zeit schon vecüber?) und die Züge ihrer herrschenden Leidenschaften. (?) Groß ist der Gegensatz des männlichen Geschlechts mit den Weibern und Mädchen, welche fast immer durch Ebenmaaß der Gestalt und regelmäßige Gesichtslinien sich auszeichnen. Ihre großen Augen sind von dichten, schwarzen Wimpern beschattet, die Nase ist asiatisch, die Wangen frisch und roth, der weiße mit Korallenschnüren umwundene Hals, die schöne Tracht eines seidenen Corsets nach Art eines Spencers, mit» der theatralische, einem Diadem gleichende Kopfputz erinnern an ihre Herkunft aus ׳dem alten Aion (?) und geben ihrer Schönheit und ihrer herrlichen Gestalt einen neuen Glanz. Einige derselben sind wirklich so reizend, daß mau ohne Uebcrtreibung auf sie den Ausdruck des Korans über die Huris anwenden kann: und man wird 70 schöne Frauen auswählen und ihre Schönheit in einer einzigen vereinigen." (Gegen dieses Lob des hier begeisterten Reisenden möchte wohl durchaus nichts einzuwendcn, auch dabei nichts zu rügen sein, und cs ist vielmehr angenehm, daß wenigstens die polnischen Zübinnen so gut wegkommen.) Auch in dem Bau der Häuser der dortigen Juden will der Reisende den Stempel asiatischer (!) Bauart finden. Er beschreibt ferner sogar ihre leichten, aus Stroh geflochtenen Wagen, welche doch in Deuschland durch die nach den Messen reisenden polnischen Juden nicht unbekannt sind, und sagt: ״In dem Wagen selbst können sechs Juden (also keine andere Glaubensgenossen?), je zu zwei, in einer Reihe sitzen u. s. w. Es ist ergötzlich, fährt er fort, diese tiefe Grotte in der Perspective zu sehen, wenn auf einmal so viele verschiedene Gesichter mit schwarzen und rochen Bärten und mit kleinen Plattmützen auf dem Kopse daraus hervorschauen. Eine solche Gruppe wäre des Pinsels eines niederiändischcn Malers werth." (Kennt man in dem weiten

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