Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band zweites Heft
- Article
- Verhandlungen der Isrealitischen Kreis-Synode zu Würzburg, im Jahre 1836
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 4)
- Language
- German
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86 thcile ich Ihnen noch die Anrede mit, mit welcher der König!. Rcgierungskommissair v. Moy die Versammlung schloß״Wir sind am Ende eines langen und beschwerlichen Tagewerks und können uns, glaube ich, zu dem Resultate unserer Verhandlungen Glück wünschen. Haben wir auch nicht erzielt, was viele gewünscht und manche erwartet, haben wir nämlich auch nicht eine Reformation des Iudenthums aus die Bahn gebracht/) so können wir uns doch schmeicheln, daß wenigstens,eine Reform der Juden aus diesen Ver- Handlungen hervorgchen dürste, und dieses ist, wenn gleich nicht die beliebteste, doch die ächte Weise zu reformiren, denn Gott hat überall die Grundlagen der Dinge gut und ächt gelegt. Wenn Mißbräriche sich hcrvorgcthan, so kommen sie von der Verkehrtheit der Menschen. Heilen wir diese, so werde!» die Mißbräuche verschwinden und die Institutionen von selbst in ihrer ursprünglichen Reinheit wieder hervortreten. Lassen wir aber die Menschen unberührt und rütteln׳ bloß an den Institutionen, so wird gerade das Gegentheil erfolgen. Die Verkehrtheiten der Menschen werden nur um so freieren Spielraum gewinnen, und wenn es uns auch gelänge, die Institutionen wieder hcrzustellcn in ihrer Reinheit, so würde doch das Werk des morgenden Tages gleich wieder die Arbeit des heutigen zerstören. Fahren wir also erst fort in dem Geiste, der im Laust dieser Verhandlungen vorgeherrscht hat, so dürfen wir uns der Erwartung hingeben, daß es mit Ihnen wirklich besser werde, sofern Gott seinen Sulamith, Seite 377, erwähnten Bericht über Me'sias, wacher in seiner Zeitschrift: ״die Synagoge" abgedcuckt ist, da aus entlehnt, im 8. Jahrgänge noch mittheitem (D. H.) *) Ich bezweifle, ob Solche in oder unfern der Versammlung waren, welche Reformation gewünscht, und noch weniger, welche sie von dieser Versammlung erwartet haben; sondern nur Abstellung von Mißbräuchen und Erfassung der Religion im Geiste und in Hey Wahrheit. (2\ E.)