Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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71 den Ereignissen, welche zu Damaskus Statt fanden; doch ich. suchte den Israeliten einigen Ersatz zu geben durch die Befehle, daß in der Sache zu Rhodos Recht geschehe. Die Israeliten werden von mir stets denselben Schutz unddieselben Rechte genießen wie alle übrigen Einwohner meines Reiches. Gern werde ich der Deputation den (obenerwähnten) Ferman, den sie verlangt, ertheilen. Ich kann, meine Herren, die wahre Menschenliebe, welche Sie chierhergeführt, würdigen." (Berliner Vossische Zeitung von 1840, Nr. 287.) Paris, „Alexander Dumas schreibt oder wird eine Tragödie, nicht für die. Literatur, sondern für Nahet schreiben. — Auch noch eine andere Jüdin trat in der Oper auf: Fräulein Nathan. Einige Journale heben sie in den Himmel, andere lassen sie gänzlich fallen. Aber eine dritte Jüdin ist hier, die nächstens auftreten wird, die Madame Gareia, die nach dem Urtheil aller Kenner die erste Sängerin in Europa sein soll. Beriot sagte mir, sie sei einzig. Sie hieß früher Mela Mayer und heirathete den Bruder der Malibran, ohne sich jedoch taufen zu lassem (In Frankreich wird bekanntlich die Civiltrauung beim Maire, nur als gültig vom Staate anerkannt. D. H.) Man kann sich keinen Begriff machen, erstens wie viele Juden hier in den kleinen Theatern angestellt sind*) und wie zahlreich die gemischten Ehen zwischen Juden und Christen sind. Nur die Deutschen halten sich davon zurück. Unstreitig sind mehr als 300 solcher Ehen hier. Ich war neulich auf einem Hvchzeitsball, wo ein jüdischer Hauptmann ein Christenmädchen heirathete, und wo sich 50 jüdische Deconrte befanden, ohne daß ich einen davon als solchen (als einen Juden) erkannte. Aber sie unter einander kannten sich und da es lauter Militairs waren, so holte er sie aus allen Theilen Frankreichs zusammen. Ich *) Unlängst gab man in Lille die „Jüdin" von Halevy, bekanntlich einem Juden, d/r Tenor, Eleazar, war ein Jude, Namens Wempfen, und die Äolle der Rachel spielte ebenfalls eine Jüdin, Dem. Klotz," heißt es'.in der Wiener allgem. Theaterzeitung. Eine ähnliche Mittheilung aus. Paris im Morgenblatte, lautet folgendermaßen: „Sonderbar, daß auch die Primadonna in der großen Oper, Dem. Falcon eine Jüdin ist» Wo' man hinblickt zwingt uns ein genialer Jude Bewunderung ab. In der Literatur sind cs die bekannten zwei Deutschen in Paris, in der Musik Meyerbeer und Halevy, im Theater die Rachel und die Falcon. Ihr wollt die armen Juden in Deutschland nicht emancipiren; nur Geduld, sie emancipirm sich selbst" heißtes am Schluffe. D» H.,