Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang zweiter Band erstes Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2304627-2304643-2304645-10852149--08998-2313400- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
25 aus Müllcr's ״Archiv für die neueste Gesetzgebung" von dem ״aufgeklärten Gelehrten", Prof. A. Th. Hartmann in Rostock, an, ״worin die Verbindlichkeit für die Juden aus dem Mosaismus und dem Talmud gegen (?) die Christen (?) nachgcwicscn wird, was freilich cm harter Stoß, für die jüdischcn Freihcitspredigcr wäre." (Ja wohl ״wäre," wenn^ die Behauptungen Hartman n's nicht schon sehr kräftig und völlig widerlegt worden wären. D. H.) ״Auch die Gaukelci (?!) des pariserSanhcrib (?muß: Sanhederin heißen, d.H.) soll (soll!) in besagtem Aufsätze deutlich (?) nachgewiesen sein, wodurch allerdings die Legislatur von ihrer Liberalität gegen die Juden abkommcn muß." (Gerade hat in Frankreich, wie bekannt, viele Jahre nach der Sanhederinzeit die Legislatur, auf die Grundsätze und Lehren des Sanhedcrins gestützt und solches sehr lobend, den Israeliten sogar die Wohlthat erzeigt, fcstzusctzen, daß alle Israelitische Kultusbeamten, Rabbiner u.s.w-. ihre Besoldungen aus den Staatskaffen erhalten sollen, weshalb alljährlich'über das Budget für den Israelitischen Kultus in der Dcputirtenkammcr volirt und dasselbe näher festgesetzt wird. Wenn nun so etwas in dem Lande geschieht, wo das Sanhederin existirtc, wie sollte also wohl;dessen ״Gaukelei," wie der Professor Hartmann die Verhandlungen dieser welthistorischen Äcrsammlung zu nennen beliebt, ״die Legislatur (in Deutschland) von ihrer Liberalität gegen die Juden abkommcn müssen?" d. H.) Wer nun nicht weiß, dass der Hr. Dr. Salomon in einigen sehr interessanten Gegenschriften den grimmig gegen die Juden aufgetretenen Prof. Hartmann höchst gründ-!ich widerlegt itnb auch zugleich unwiderleglich bewiesen hat, daß der Herr Professor weder den Talmud, noch die alten hebräischen Schriften verstanden, der kanit allerdings glauden, daß dieser, nun verstorbene, Gelehrte in diesen seincn Behauptungen.Recht behalten habe. Schmerzlich ist es indeß zu sehen, daß leider viele unserer christlichen Brüder nur die Schriften christlicher Gelehrten, welche gegen die