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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 399

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
Literatur [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 399 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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— 399 — das herannahende׳ jüdische Geschlecht zweckmäßig hcrangebil«' det (geschieht ja bereits seit mehreren Jahrzehnten), es muffe auch die Masse des christlichen Volkes an vielen Orten zur Billigkeit und Duldung vorbereitet werden. * *) Einen besonder» Werth legt der Verfasser auf die Beziehung der Israeliten zur allgemeinen Wehrpflicht und zur Bernthung örtlicher Interessen, wodurch auch die schroffste Volksthümlichkeit gebrochen und dem Lande des jetzigen Aufent- Halts zugewendet werde. Er beruft sich dabei auf das Beispiel von Preußen, Holland und Frankreich, wo diese Maßregel mit dem günstigsten Erfolge gekrönt worden sek. Eine Hauptsache bei Herbeiführung (?) der Emancipatiön bleibe allerdings die Verjüngung des religiös-sittlichen Zustandes der Juden von innen heraus, ׳und dies könne bloß durch die Synagoge selbst erfolgen. Die Regierungen sollten sich hierbei kein positives Einschreiten erlauben, sondern sich bloß stützend und motivirend verhalten." erfüllen? Überall erhalten sie vielmehr die besten Zeugnisse über ihr Betragen und ihre Pflichterfüllung. Erst kürzlich erhielt ein Israelit, Namens Philippfohn, in Grünberg in Schlesien, der im preußischen Heere den Befreiungskrieg, wie viele seiner Glaubensgenossen, mitmachte, das eiserne Kreuz, und In den Berliner Zeitungen werden fortwährend auch mehrere andere israelitische Soldaten zur Empfangnahmeder Militär« erden aufgcfordert. Wozu nun ewig die von Unkunde zeu« genden Dinge dieser Art, selbst, wie hier, von wohlwollende» edlen Christen? Ist es doch, als ob die von Dohm bis auf die von dem würdigen Dr. R ießer geschriebenen vielen kräftigen Widcrlegungsschristm gar nicht bekannt wären, da man leider noch immer solche Widerlegungen nöthig hat! — *) Das wäre allerdings jedenfalls nothwendig, und der christliche Schul- und vorzüglich der Religions-Unterricht, müßte von nun an dahin zu wirken suchen. Betrübend aber ist das obige Geständniß , daß dies Alles erst jetzt an vielen ׳ Orten ״vorbereitet" werden sollte.—

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