Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Literatur [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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390 nagoge beenden, daß die große 1782 erbguehworden sei, und, wie man ihn versichert habe, sich nur in Prag;eine ähnliche befinden soll. ״Als ich aber bemerkte,", schließt er seinen merkwürdigen Synagogen-Bericht, ״daß nach der Anordnung des Tempels Salömo's der Altar gegen Westen und der Eingang gegen Osten gerichtet, die Stelle der Bundeslade durch eine Mauer und Cherubsflügel gedeckt war, da seufzte mein Führer (ob aus Frömmigkeit und aus Trauer über den Verlust der einstmaligen Herrlichkeit zu Jeru« salem, ist freilich eine Frage, die wir, da wir,nicht die Ehre haben, diesen Führer zu kennen, nicht zu eytscheiden fm Stande Md) und/ die Aufseher der Schule (Synagoge), hörtMMch mit Aufmerksamkeit an und schüttelten mit den Köpfen." (Daran haben sie sehr wohl gethan; denn, diese, wie es-scheint, einfachen Leute mochten wohl aus Unwissenheit ihn gar wicht verstanden haben, und dabei kamen sie in der,That durch Schweigen und Kvpfschütteln am besten weg, wiewohl der Herr Werfasser sie durch seine gelehrten Bemerkungen zu demüthigen glauden mochte. In wiefern indeß die Bauart und- Einrichtung der Synagogen von denen des Tempels zu Jerusalem verschieden und abweichend sind, geht aus den, dem Herrn Glagoiew freilich unbekannten Ist. Gesetzbüchern deutlich hervor, und daß der, Gebrauch der Israeliten, bei ihren Gebeten nach der Morgenseite und nach Jerusalem gerichtet zu stehen, sehr alt sei, ersieht man schon aus einer-Stelle in Daniel, Kap. 6. V. 10, wo es heißt: ״er (Daniel) ging hinauf in sein Haus ,(er hatte aber an seinem Sommerhause offene Fenster gegen Jerusalem) und er fiel des Tages dreimal auf seine Knice, betete, lobte und dankte seinem Gott" 1t. s. w. Es ist zu bedauern, daß in vielen Israeliten-Gemeinden die Führer in-solchen Fallen selten gelehrte oder wissenschaftlich gebildete Männer sind, dann christlichen Besuchenden und Reisenden so Manches, den Gottesdienst betreffend,- falsch erklären, und zu absurden Urtheilen dadurch veranlassen. Hätte z. B. dieser Reisendevon den vielen achtbaren und gebildeten schrist- und sachkundigen Israeliten in Brody, auch nur