Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Über den Gottesdienst in der Synagoge
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 354 (sequence 4)
- Language
- German
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354;und-, in der Wahrheit nähern. Zu dieser Sprache ist he« sonders die hebräische geeignet, weil die meisten Gebete ans Psalmenauszügen oder andern- Versen der heiligen -Schrift bestehen, die unvermeidlich bei einer Übersetzung an Geist verlieren. /, 2) Wird durch die Einführung der Gebete in hebräi- -scher Sprache das Lernen und Verstehen derselben zum Bedürfniß, und sohin die Fortpflanzung dieser Sprache, als ein ehrwürdiges Denkmal der heiligen Religions- und Skttenlehre, die in dieser Ursprache zuerst verbreitet wurden, befördert und. erhalten. ' :! ' 3) Wird es durch die Gebete in hebräischer Sprache einzig und allein möglich , alle Israeliten aus verschiedenen Ländern bei der Andachtsübung zu vereinigen, so daß der fremde Israelit ans fernem Lande in der Synagoge, die unangenehmen Folgen seiner verschiedenen Mundart vergessend, sich gleichsam ein heimisch sieht, und mitseinen ,Glaubensgenossen gemeinschaftlich sein Gebet verrichten kann. Ist dies bei andern Glaubensgenossen nicht einzuführen möglich.; warum sollte es, da abgeschafft werden, wo, die Beseitigung nur mit Schwierigkeiten verbunden ist?— So wenig auch übrigens eine nationale Verbindung der Jsraeliten zu begünstigen-wäre, so kann doch ein solches religioses Band nur zum Heil gereichen , und keinen schädlichen Erfolg nach sich ziehen. — ,׳v.- Sollte etwa der Einwurf gemacht werden, daß die Gebete in hebräischer Sprache für so Manche, und besonders für Frauenzimmer unverständlich sind, so, kann demselben -leicht durch die bereits in vielen hebräischen,Gebet« hüchern beigesügte Übersetzung begegnet, werden, welche Jehcrsznr Hand nehmen, unv^ dem Gesetze gemäß, -sich der« selben zur Andacht bedienen darf.. Füglich -könnte da, - wo, von Seiten der Gemeinde keine Opposition statt findet, ein deutscher Choralgesang vor und nach der Predigt ein«