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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 352

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
Über den Gottesdienst in der Synagoge
Date
1834-01-01
Page
Seite 352 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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352 einer gewissen Umgestaltung bedarf, wenn der öffentliche Gottesdienst der Israeliten überall eine dem Zeitgeiste angemessene Beschaffenheit erhalten, und die heilsame Wirkung des Trostes, der Beruhigung kn Leiden, der Erbauung und Belehrung, der Befestigung und Begründung in den Grundsätzen der Religion und Moral, im Vertrauen auf den allgütigen Vater, und der Erweckung frommer Vorsätze und Stärkung der Kraft zur Ausführung derselben, bezwecken soll. Wenngleich an manchen Orten Vieles geschchen ist/ so bleibt doch dem religiösen Israeliten noch vieles in Hinsicht der Form zu wünschen übrig; denn was. kann wohl nachtheiliger wirken, als eine willkührliche Einrichtung des Gottesdienstes, die oft. nur von Einzelnen getroffen wird und daher ganz verschiedenartig aüsfällt, so daß an manchen Plätzen der größte Theil der Gemeinde dem öffentlichen Gottesdienste nicht beiwohnt, weil solcher nicht nach ihrem Sinne ist, und zu sehr von dem alten Ritus abweicht. An vielen Orten ist noch keine Umgestaltung vorgenommen worden, und es bleiben die herkömmsichen/ durch die Verfolgungen mit herbeigeführten Mängel, besonders Vernachlässigung alles dessen, was der Synagoge ein würdevolles Ansehen geben sollte, so daß dadurch wiederum der Gottesdienst wenig Erbauung gewährt, und׳ darum minder regelmäßig besucht wird. Gewiß wird jeder Verständige es billigen, wenn, nach dem Vorgänge einer ziemlichen Anzahl deutscher Synagogen, auf Ordnung und Anstand wachsam gehalten, und jede Störung der Andacht auf's Strengste untersagt wird; wenn gefordert wird, daß der Vorsänger Alles mit feiersicher Würde, in angemessenen Melodien vortrage, und 21 Vogen, Ladenpreis 1 Fl. rheinl., bei größerm Debit Fl. rheinl.), welches Werk bereits in mehreren kritischen Blättern sehr günstig beurtheilt worden (;. B. in der Didaskalia und in der Darmstädter Schulzeitung), als sehr zweckmäßig und brauchbar zu empfehlen. D. H.

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