Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft · p. Seite 338

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
Article
Über den Artikel "Literatur" in der Sulamith
Date
1834-01-01
Page
Seite 338 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2304627-2304643-2304644-10852140-2312021--08831-2312561
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

338 Ich danke Ihnen für die gütige Beurtheilung, welche Sie meiner Arbeit angedeihen ließen, und für die Worte der!Empfehlung, mit welchen Sie mein ״Andachtsbuch" bei den denkgläubigen Religionsverwandten einsühren. Aber auch eben so innig danke ich Ihnen für die Anzeigen, welche Sie in Ihrer Sulamith von Schriften und Büchern anderer Verfasser geben. Es ist dieses ein freundschaftlicher Dienst, erzeigt den Verfassern dieser Schriften ׳und dem Theit des lesenden Publikums in Israel, welcher sich gern belehren will über das Eine, was. Noch thut. — Israelitische Religionsschriften kommen in dem Buchhandel, besonders im christlichen, noch nicht recht fort; ja es können sogar manche in den Literaturblättern kaum gehörig üngezeigt werden. Der Israelit ist nicht daran gewöhnt, eilt׳ Buch israelitisch-religiösen Inhalts im christlichen Buchladen sich zu holen; es wurde ihm bisher in's Haus gebracht und zum Ankauf angeboten. Und doch möchte es Israelitischen Schriftstellern aus Gründen, die nicht im Judenthume zu suchen sind, anzurathen sein, ihre Schriften auf diesem osfenku nd igen Wege zu dem Publikum gelangen zu lassen. — Die Blätter, deren Tendenz Anzeigen und Beurtheilungen der Bücher ist, werden nur von wenigen Israeliten gelesen, und gewöhnlich gerade von denjenigen nicht gelesen, zu deren Belehrung solche Schrift ten verfaßt werden. — Da arbeitet ein kenntm'ßreicher Verfasser in der wohlgemeintesten Gesinnung, seinen Glaubensgenossen nützlich zu werden; er opfert m dieser Absicht Zeit und Kraft ״und der Schlaf muß von seinem Auge weichen" — und dennoch findet seine wohlgelungene Arbeit bei/weitem den Abgang nicht, den er für sie gehofft Hat,, und den sie verdienet. Er hat nämlich sein Buch einer Handlung in Verlag gegeben, welche ihre Verkäufe auf der gebahnten, breiten Heerstraße betreibet, die der ordnungsmäßige Buchhandel in den meisten kultivirten Staaten CuHpas geht; sie hält die schmalen Nebenwegei des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.