Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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— 313 — über den 183.1 erschienenen ersten Theil dieses Bibel- Werkes, welcher die 5 Bücher Mosis enthält, ist bereits in diesen Blättern eine ausführliche Recension mitgetheilt, und in dieser auf die eigenthümlichen Vorzüge der Übersetzung und namentlich auf die konsequente Durchführung der gültigen Grundsätze aufmerksam gemacht worden, welche der Herr Verfasser bei seinem verdienstvollen Unternehmen durchgängig befolgte. Aus den Gründen, aus welchen wir die Übersetzung in jenem ersten Theile als höchst gelungen und als ein dankenswerthes Geschenk für Vas Publikum betrachtetcn, können wir auch dies Urtheil über den vorliegenden zweiten Theil fällen, welcher in demselben Geiste und mit derselben׳ Treue und Gewissenhaftigkeit bearbeitet ist.; ״Bei der deutschen Bearbeitung des gegenwärtigen 2. Theils der heiligen Schrift — sagt Herr Johlson in der Vorrede — habe ich dieselben Übersetzungsregeln beobachtet, die mich beim ersten Theil dieses Bibelwerkes leiteten. Auch hier erlaubte ich mir weder Umschreibungen, noch irgend eine Auslassung oder Abweichung von dem recipirten masoretischen Texte; vielmehr suchte ich überall die möglichste Worttreue und Annäherung an die Diktion des Originals, ohne jedoch dem Genius der deutschen Sprache Gewalt anzuthun. Und wenn die Übersetzung der poetischem Stücke hier wiederum in einem sie bezeichnenden Rhythmus erscheint; so glaube ich doch nicht, der Treue etwas vergeben zu haben." Diese Worte sind.nicht, wie dies so häufig in unserer Zeit geschiehet, ein bloßes Aushängeschild zur Täuschung der Leichtgläubigen, sondern der Herr Verfasser hat sein, schwer zu haltendes Versprechen mit glücklicher Besiegung aller Schwierigkeiten pünktlich erfüllt, so daß der unbefangene Leser bei einer sorgfältigen Vergleichung der Übersetzung mit dem Original allenthalben das beständige und gelungene Streben nach einer Identität jener niit diesem wahrnehmen wird.