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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft · p. Seite 277

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
Article
Die jüdischen Frauen in Ägypten
Date
1834-01-01
Page
Seite 277 (sequence 3)
Language
German
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277 wiewohl übertrieben, erfüllen). So angethan nehmen sie ihren Platz ׳am Fenster ein ( wie genügsam!) , um sich die wenigen Vorübergehenden zu betrachten (also nicht einmal, um betrachtet zu werden?), die sich in die engen Winkel ihres Wohnviertels verirrt (!) haben. Die Fenstergitter des ge-- genüberliegenden Hauses sind kaum drei Fuß breit entfernt, so daß, wenn die aufgeputzte Schöne einen Blick genHimmel wirft, sie nur einen schmalen blauen Streifen gewahrt, der zwischen den Dächern hindurchfchimmert. Mein desscnungeachtet fühlt sich die Jüdin in dieser Gefängnißhöhle nicht unglücklich, (weil ihr Inneres von religiösen Gefühlen durchglühet ist, sie den Himmel in ihrem Herzen trägt und sie in dem häuslichen Kreise ihrer Familie zufrieden lebt). Eine Eigenschaft, wodurch sich die Jüdinnen vor den übrigen orientalischen Frauen auszeichnen, ist die eheliche Treue; eine andere ist der große Glaubens- und Nationalftolz, den das Volk der Juden auch in dem Zustände der tiefsten Bedrückung (und wohl da gerade am meisten) nicht ablegt. Sie erwiedern (also bloß erwiedern) die Verachtung, die ihnen von mahumedanischen und christlichen Frauen zu Theil wird, in gleichem Maße (das kann man wohl diesen guten schönen Jüdinnen nicht verargen), und würden es für eine Unehre halten (daran thäten sie hingegen unrecht, wenn anders diese vom Berichterstatter gewählte Äußerung wahr und gegründet sein sollte), wenn sie sich in einen Umgang mit diesen einlassen wollten. (Das rührt freilich Alles von dem Abstößen und Absondem der Nichtjüdinnen her. Wie kann da Liebe und Vertrauen entstehen?) Dessenungeachtet finden sich wohl auch in einzelnen Fällen Veranlassungen, daß Jüdinnen von besonderer Schönheit auf die Bahn des Lasters gerathen. Allein auch in diesem Stande der Erniedrigung zeichnen sie sich noch durch Anstand des Betragens von den übrigen Frauen aus. Die Schönheit der orientalischen Jü-

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