Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
OCR text
—ד 267 jeder Menschenfreund in das Segensgebet emgestimmt, mit welchem Herr Dr. Wessely seine Rede schloß. Auch werden sich die prophetischen Worte seines Textes gewiß an den Kindern erfüllen, welche das gütigste Wesen schenkt und schirmt, und sein Ebenbild, der Mensch, als sein Liebstes pflegt und vor Bösem bewahrt. Nichts konnte aber die Vorsteher, Wohlthäter und Lehrer des Instituts mehr erfreuen, als daß Se. Excellenz der Herr Oberstburggraf, unter dessen Auspicien die Anstalt in das Leben trat, dem ganzen Prüfungsakte nach allen Nummern des Programms beiwohnte, und die Kleinen durch seinen Beifall ermuthigte. Die Prüfung endete mit einer, von den Zöglingen gesungenen Strophe des Volksliedes. Gegen sechs Uhr Abends wurde das neue Bethaus der hiestgen Jsraeliten-Gemeinde durch einen feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Dieser Helle, reinliche, in gothischem Style dekorirte, und in den Fensterverzierungen durch gefärbtes Glas erleuchtete Tempel mit dem schön geordneten Aufgange zum Tabernakel, mit seinen Lampen und Kerzen, mit seinem Chore und Seitenhallen, muß auch den anderen Glaubensgenossen jene Gefühle einflößen, die selbst der Heide bei dem nahe liegenden Gedanken der Gegenwart Gottes empfindet. (Im nächsten Hefte ausführlicher hierüber. D. H.) _ Paris. Das Budget des Israelitischen Kultus ist in der Sitzung vom 18. Mai 1837 — mit ein er Vermehrung von 10,0 00 Franken-— mit 90,000 Franken von der Deputirtenkammer angenommen worden. Herr Abraham Belais, Ex-Schatzweister des Bey von Tunis, Ober-Rabbiner zu Algier und Nizza, (?) der sich gegenwattig in Marseille aufhält, hat bei Gelegenheit derVermählungsfeier Sr. K. H. des Herzogs von Orleans mit der Prinzessin Helene K. H. eine hebräische Hochzeitshymne nebst französischer Übersetzung an Höchstdieselben gerichtet. Biblische Poesie und orientalischer Luxus zeichnen diese Arbeit vortheilhaft aus, und sie trägt zur poetischen Reputation ihres Verfassers, der in der neuern Zeit unter die vorzüglichsten Israelitischen Dichter Algiers gerechnet wird, Vieles bei. Durch Königliche Ordonnanz vom 26.März 1837, ist Herr Max C e rsberr, 'E Sk a dr on s ch e f b e i m Königlichen G eneralstaab e, zum weltlichen Mitgliede des Israelitischen