Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Glaubensgenossen in dem übrigen Frankreich längst der Fall und allgemein anerkannt war, den Künsten und Wissenschäften, treiben selbst Ackerbau und erlernen nützliche Handwerke. — Eine zu Straßburg erscheinende Zeitschrift für die Israelitische Jugend: ״la Regeneration“ giebt darüber die schönsten Nachweisungen. Keine Klage vernimmt man jetzt mehr über die französischen Juden aus gedachter Gegend, im Gegentheil sind die ofsiciellen Organe aller Partheien ihres Lobes voll und als vor einiger Zeit von beschränkenden Maßregeln gegen die Juden in einem andem Lande die Rede war, ließen sich sowohl ministerielle als liberale, legitimistische als republikanische Journale, dagegen aus! — Ein Israelit ist durch das Vertrauen der christlichen Wähler, die größtentheils dom Fabrik- und Gewerbstande angehören, zum Mitgliede der Deputirtenkammer erwählt worden! — Frankreichs Industrie blühet und gedeihet, seine materiellen Kräfte heben sich; hört man je, daß die dort sehr wohlhabenden, emancipirten Jsraeliten irgend einen Nachtheil für das Wohl des Landes befürchten lassen? — . - Dasselbe Verhältniß findet in Belgien und den Niederlanden Statt. Obgleich in ersterm Lande nur wenig Juden sich befinden, bekleiden sie doch, durch das Vertrauen ihrer christ-katholischen Mitbrüder hierzu berufen, Gemeinde- und andere öffentliche Ämter, und es war erst unlängst bei Gelegenheit der Geburt eines belgischen Prinzen von dem Israelitischen Bürgermeister zu Laeken in öffentlichen Blättern die Rede, der bei den betreffenden Feierlichkeiten fungirte. — Daß das Betragen der zahlreichen Judenschaft in Holland die Zufriedenheit ihrer christlichen Mitbürger im höchsten Grade erreicht habe, beweisen amtliche Aktenstücke. So würden die von Seiten der König!, niederländischen Regierung an mehrere andere Staaten, namentlich an die Bundesversammlung zu Frankfurt a. M. ergangene Anträge, auf völlige Gleichstellung