Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
- Article
- Literatur [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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174 eine ziemlich unkritische Zusammenstellung jüdischer, christlicher und mahomedanischer Berichte über das Mittelalter enthält, sinder sich eine merkwürdige Stelle über die Buchdruckerkunst. Der Rabbi versichert, schon 1422 zu Venedig ein gedrucktes Buch gesehen zu haben." *) Namen der Juden. Eine geschichtliche Untersuchung. Von Dr. Zunz. (Leipzig, 1837, bei Fort.) Geh. 18 Gr. Schon als wir dieses Merkchen zur Hand nahmen, konnten wir mit Recht erwarten, daß auch solches, wie manche frühem, aus der Feder dieses tiefgelehrten Mannes geflossene Schriften, nicht minder mit der größten Gründlichkeit den seit Kurzem durch die bekannte — und wie der Herr Verfasser glaubt, suspendirte — Maßregel besprochenen Gegenstand bearbeitet haben wird, und unsere Erwartungen sind erfüllt worden. Aber auch abgesehen von jener Veranlassung, gewährt diese (dem talentvollen und geschätzten Herrn Rentier Rüben Samuel Gumpertz in Berlin gewidmete) Schrift viel Interesse und Belehrung. — Wir theilen hier den Schluß dieses Werkchens mit: -— ״Noch schlimmer steht es um das ausschließliche Anrecht an sonstige ausländische Taufnamen. In Deutschland sind Namen dieser Art noch nicht 80V Jahre alt, sie kommen vor dem 12. Jahrhundert nicht vor (s. Meibom scriptor. rer. germanic. t. 1. p. 758), Und wurden erst durch die Legenden-Lektüre, seit den Kreuzzügcn, und mit der Zunahme der Klöster und der geistlichen Gewalt recht allgemein. Schon ein Jahrtausend waren die Juden im Besitze dieser Namen, als die römischen Christen, von welchen die evangelischen sie geerbt, mit ihnen bekannt wurden. Und wirklich stehen in Deutschland, wie anderswo, *) Aus dem Fmmüthigen.