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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 172

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
Literatur [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 172 (sequence 34)
Language
German
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ben sich in dieser Hinsicht (in Ansehung der bürgerlichen Rechte der Juden) allerdings schon heilsam bewiesen. Aber leider hat man sich meistentheils auch hier mit halben oder höchstens Dreiviertels-Maßregeln begnügt, weil die christ-, lichen (!) Judenfeinde nicht aufhören, Regierungen und Ständeversammlungen mit den Gespenstern des Talmuds, der Sabbathsfeier, des Wuchers u. s. w. einzuschüchtern, und weil der eben so christliche (!) Nahrungsneid noch immer nicht begreifen kann, daß er die Konkurrenz dev Juden um so weniger zu fürchten hat, je mehr Mittel und Wege den Juden eröffnet werden, sich nicht nur anständig und redlich zu nähren, sondern auch nach einer höher« Geistesbildung zu streben — was thatsächlich schon überall erwiesen ist, wo man, wie in Frankreich, Holland und Belgien, die Juden bereits vollständig emancipirt hat. Denn da giebt es nicht bloß jüdische Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker und Landbauer, sondern auch jüdische Ärzte, Sach- Walter, Richter, Räthe, Deputirte und Offiziere, ohne daß man über diese mehr als über die christlichen klagen sollte; wenn es gleich in allen Neligionspartheien, wie in allen Ständen, schlechte Subjekte giebt. Darum spottet man dort auch über die Intoleranz der Deutschen, die so gebildet und gesittet sein wollen, und wirft — seltsam genug — den.protestantischen Deutschen noch eine größere Intoleranz gegen die Juden vor, als den katholischen, weil in manchem katholischen Staate, selbst ohne Konstitution im neuern Sinne, die Juden besser behandelt werden, als in protestantischen, selbst solchen, die sich einer Konstitution der Art erfreuen — ein Beweis, daß auch sonst liberale Konstitutionen keine hinlängliche Bürgschaft in jener Hinsicht gewähren." _ Auswahl gottesdienstlicher Vorträge, in dem Israelitischen Gotteshause zu Darmstadt gehalten. Von Dr. B. H. Auerbach. I.Heft. (Darmstadt, 1837, bei Pabst.) 10 Gr.

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