Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
- Article
- Über die Entstehung des Glückwunsches beim Niesen
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 2)
- Language
- German
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133 Trartat Drachoth, Fol. 37, Seite 2, das Niesen bei einer Krankheit als ein Zeichen der Genesung gehalten und sie haben zwei Arten, ihre Wünsche dabei zu äußern. Die erste geschieht von der niesenden Person selbst, mit dem. hebräischen Vers: '״ •לישדבתך קויתי דAuf deine Hülfe hoffe ich, Ewiger!" Diese. Worte sin- Len wir schon beim Pamarchen Jacob, l. 23. Mos. Kap. 49, 18, der 'sie in 'seiner Krankheit, (wahrscheinlich (?) weil er gerade niesele ) zwischen den Segensprüchcn an seine Söhne Dan und Gad gelichtet, gesprochen hatte. Auf diese Art nur läßt sich die Einschaltung des gedachten Verses erklären. Die Meinung des Järchi, daß Simeon damit gemeint sei,, ist eben so unpassend , als die des Dr. Ro mä n us Teller in seiner Übersetzung, daß nämlich' Jacob Jesum damit habe anrufen wollen. *) Das Wort niesen finden wir in der heiligen Schrift nicht erst im 2. Buch der Könige, Kap. 4, 35, als nämlich der Prophet Elisa den Sohn der Sunamitin ins Leben brachte und dieser mehrere Male zu niesen anfing; denn da das Buch Hiob nach dem Talmud (Lractat Baba *) Israelitische Schriftsteller finden darin im Pentateuch unter Andern einen der Beweise der Lehre über die Vergeltung nach dem Tode. So heißt es z. B. in dem trefflichen ״Handbuch der mosaischen Religion," von Herrn Professor Peter Beer in Prag (zweiter Kurs, erste Abtheilung, Prag 1818), .Seite •'9, wie folgt: ״Als Jakob seinem Tode nahe war, seine Kinder'um sich versammelt hatte, und ihnen seinen letzten Segen ertheilte, sprach er : (1. V. Mos. ,49, l 8.) ,. Auf ,deine Hülfe, 0 Gott! hoffe ich." Hier kann keineswegs)von einer physischen Genesung die Rede sein, da er doch deutlich selbst sagt: ', Ich sterbe, begrabt . mich in. Abrahams. Grab, u. s. w." Die Hoffnung Jakobs mußte, sich also bloß auf die Gerechtigkeit Gottes als Veloh- «ung seiner diesseitigen Handlungen beziehen." D. H.