Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
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126 י , Über die Einweihung der neuerbauten Synagoge zu Bromberg heißt es in einem an uns gerichteten Schreiben von dort, wie folgt: ' ״ Der feierliche Akt der Einweihung begann am 2. Oetober 1-834 ,- Nachmittags um 2 Uhr, und dauerte bis nach der fünften Stunde, unter Mitwirkung des Religionslehrers Herrn Pleßri e r aus Berlin, als Prediger, eines gut eingeübten Chors, bestehend aus jungen gebildeten Leuten der ersten Familien Hierselbst, einer angemessenen Instrumental-Begleitung u. s. w., welche mit den mit außerordentlicher Präcision abgesungenen Chorälen, zrr denen Herr Pleßner den Text in hebräischer und. deutscher Sprache verfaßt hatte, abwechselte. — Herr Pleßner hat sein Amt als Prediger sehr würdig ausgefüllt, und da er während des Neujahrfestes hier blieb, auch an diesen Tagen kräftig und sal- Lungsreich gepredigt; dies bezeugen nicht nur mehrere gebildete Israeliten, sondern auch viele christliche Honoratioren, die sich so- Mhl. äm Einweihungstage, als auch an beiden Neujahrstagen in Meutender Anzahl zur Predigt eingefunden hatten. — Als der höchste Civilbeamte hier, hat auch der Herr Regierungs-Chef-Präsident nach gehaltener Predigt eine eindringliche Anrede an die versammelte Gemeinde, gehalten, die sicher einen bleibenden Eindruck gemacht haben wird. Vorzüglich zu erwägen ist es, daß, wie ich glaube, in keiner Jsräelitischen Gemeinde des Großherzogthums Posen bis jetzt rein deutsche Vorträge gehalten wurden, vielmehr, wie Ihnen wohl bekannt ist, in einem, dem größten Theile der Anwesenden bombastisch gelehrt scheinenden unverständlichen Mischrnasch, der mit talmudistischen Citaten stets reich ansgestatte( war, und daß Bromberg diejenige Gemeinde ist, die in dieser Hinsicht einen edlern und bessern Sinn entfaltete. Möchte sie doch auf'dieser Bahn fortschreiten! — -- Der Tempel ist an und für sich sehr schön und im neuesten Style erbaut. — Die hiesigen Repräsentanten der Israelitischen Korporationen beabsichtigen die Namen der Bau-Commite-Mitglieder im Tempel, wegen ihrer großen Verdienste um denselben, zu verewigen." In einem spatern Schreiben aus Bromberg heißt es: ״Als einen erfreulichen Fortschritt in der Kulturgeschichte der Bromberger Israeliten (heile ich Ihnen Nachstehendes mit: Die Tochter des hiesigen Repräsentanten-Vorstehers Herrn Jacoby wurde vor Kurzem mit dem Herrn 01׳. David aus Neuen-