Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
- Article
- Literatur [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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98 Man muß bei dieser Sache Hauptsächlich bedenken, daß diese, die Verdienste und Wirksamkeit des gedachten Gelehrten anerkennende Grabschrist bereits vor 63, schreibe drei und sechzig.Jahren, in der so äußerst zahlrekchen Israeliten - Gemeinde zu Brody in Polen, in dem Sitze so vieler gelehrten Talmudisten und strenggläubigen Israeliten, gesetzt wurde und — gesetzt werden durfte, und — man wird leicht daraus weitere Schlüffe ziehen können. — •— Daß übrigens jetz t eine zeitgemäßere Bitdüng im Allgemeinen in dieser, itt jedem Betrachte ausgezeichneten, ehrwürdigen Gemeinde herrscht, nachdem besonders die von dem. unsterblichen Kaiser Joseph II. angeordnete Verbesserung des Israelitischen Schulwesens dort ausgeführt wurde, ist allgemein und hinlänglich bekannt, so daß eine solche in unserer Zeit dort gesetzte Grabschrist keineswegs mehr auffallend sein würde. D. H. Sepher Hachajim. Vollständiges Andachtsbuch zum Gebrauche bei Krankheitsfällen, im Sterbchause und aus dem Friedhöfe. Neu bearbeitet, den hebräischen Text berichtigt und erklärt, frei ins Deutsche übersetzt und mit vielen deutschen Gebeten vermehrt von Dr. C. Rehfuß, Israelitischem Prediger und Oberlehrer an der Israelitischen Volksschule zu Heidelberg. ( Frankfurt a. M., 1834, Andreäische Buchhandlung.) Heiken zu begegnen, das Quodlibet aus unseren Gemeinde» Verhältnissen als nachtheilig zu beseitigen und dagegen Einheit in die letzteren durch eine geregeltere allgemeine Einrichtung zu bringen: so wird eS wahrlich eine hohe - Pflicht unserer gelehrten Theologen (freilich nicht der Fanatiker und Woctkrämer) sein, dem Übel sich kräftig entgegenzustellen, und zu beweisen, daß nur Gott allein di« Ehre gebühre!- So viel zugleich zur Verhütung eines Mißverständnisses, als ob wir etwa plötzlich als sogenannter Zionswächter alter Art hier auftreten wollten. D. H.