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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band zweites Heft · p. Seite 89

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
Article
Literatur [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 89 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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89 als «ine solche kann eS sich, den Ansprüchen des Staates und der Religion gemäß, recht gut behaupten , ohne dex Pflicht eines Bürgers im mindesten zu nahe zu treten. Ich bin vielmehr überzeugt: daß der Jude, als wahrhaft frontmer Jude, eben so gut ein achter deutscher Bürger sein kann, wie'der katholische und protestantische Bürger;/und ich glaube die beseligende Hoffnung hegen zu dürfen: daß, wenn der Jude seine Reife für die bürgerliche Emancipation genügend zeigt, wenn nämlich der Jude von seinem deutschen Jndigenat wahrhaft durchdrungen, durch seine Maxime und Handlungen mit dem christlichen Bürger um den Preis eines ächten Patriotismus in die Schranke tritt (Beweise aber, daß dieses schon geschiehet, sind nicht sel, ten): daß dann die Gleichstellung der bürgerlichen Rechte zwischen dem Christen und dem Juden weniger Schwierigfetten zu bekämpfen Haben wird. Daß es aber der Predigt, und vorzüglich dem Religions-Unterrichte am besten gelingen kann, acht bürgerlichen Sinn zu nähren, und jede separatistische Ansicht zü eNtfernen, unterliegt keinem Zweifel. In׳ der Behandlung dieses Gegenstandes für die Kanzel muß der Prediger vorsichtig sein , daß er nicht von der Theologie zu sehr in die Staatswissenschaft schweife. Diese sind nun meine Ansichten über die Israelitische Predigt für die Gegenwart in gedrängter Kürze dargestellt. Das, was sie mit der christlichen Predigt insofern gemein hat, daß sie Heide auf die menschliche Seele wirken sollen, konnte ich füglich unberührt lassen. Aber noch dies muß ich erwähnen: daß ich den Text und manche Verse zuerst in der hebräischen Ursprache vorlese, geschiehet deßhalb, theils weil er dadurch dem Juden bekannter wird, theils weil wir noch einer deutschen Übersetzung entbehren, welche sich das Recht einer Vulgata erkämpfte. *) Den Text *j Es ist zu wünschen, daß das gegenwärtig erscheinende ״Johlson'sche Bibelwerk" diese Anerkennung erlange.

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