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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band zweites Heft · p. Seite 80

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
Article
Literatur [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 80 (sequence 5)
Language
German
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so Priester, die Verfolgung des treuen und edelmüthigen Davids, so wie sein Ungehorsam gegen Gottes Befehl machten seine Seele um so mehr verzagt, da Gott ihm nicht antworten ließ und sich von ihm wendete. Fr. Was hätte er thun müssen, um sich Gottes Gnade wieder zu erwerben? Antw. Er hätte seine Sünden bekennen, bereuen und sich bessern müssen. Allein anstatt dessen beharrte er in seinen Sünden und vermehrte noch sein Verbrechen durch Aberglauben, der ihn immer mehr von Gott entfernte, und ihn endlich zum Selbstmord führte. Fr. War es wirklich der Geist Samuel's. dessen Stimme er hörte? Antw. Unmöglich! Die Bibel erzählt es-zwar, ohne eS aber selbst für Wahrheit zu halten. Vielmehr soll uns diese Er- Zahlung nur mit den Betrügereien der Zauberer bekannt machen. Wie kann man einen Geist sehen, da doch ein Geist ein unsichtbares Wesen ist? Wie sollte der Geist Samuel's die Macht haben,-etwas zu entdecken, was Gott selbst dem Saul vorenthielt? Und wie könnten wir endlich annehmen׳, die heilige Schrift wolle uns in dem Glauben an Wahrsager und Zauberer oder Gespenster bestärken, da doch der erste heilige Schriftsteller, unser Lehrer Moses, in seinm göttlichen Gesetzen so sehr dagegen eifert und dergleichen Dinge für einen Gräuel des Ewigen erklärt. Laßt uns daher obige Erzählung als das annehmen, was sie nach dem Willen des heiligen Schriftstellers sein soll, nämlich als Warnung, wie sehr wir uns von Aberglauben, Zauberei und Wahrsagerei entfernen müssen, um desto wohlgefälliger vor Gott zu wandeln. Laß mich nach Deinen Lehren, Von Aberglauben fern, Dich kennen und verehren, Dich, meinen Gott und Herrn! Stets würdig von Dir denken, Mein Zutraun auf Dich lenken! Dann täuschet mich kein Wahn. So will ich Alles fliehen, Was Wahn und Thorheit ist, Dir nie mein Herz entziehen, Der Du mein Vater bist! Du, der mich stets beschützet, Du weißt auch, was mir nützet; Dir unterwerft ich mich!

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