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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band zweites Heft · p. Seite 79

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
Article
Literatur [Nachricht]
Date
1834-01-01
Page
Seite 79 (sequence 4)
Language
German
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_ 79 — sich zu Gilboa. Als aber Saul der Philister Heer sah, gerietst'er in Furcht, und sein Herz verzagte. Er fragte den Ewigen, aber der Herr antwortete ihm nicht. Da sprachen seine Diener: Sieh, zu Endor ist ein Weib, die treibet Zauberei. Saul wechselte seine Kleiderund ging des Nachts zu ihr hin und sprach: Bringe mir den Todten herauf, den ich dir sagen werde! Da sprach das Wsib: Du weißt, daß Saul alle Zauberer umbringen ließ, warum willst du mich in Versuchung führen? Saul aber schwur ihr, daß ihr nichts zu Leide geschehen solle. Darauf fragte er sie: Was stehest du? Sie antwortete; Ich sehe ein göttlich Wesen aus der Erde steigen. Saul fragte: Wie ist es gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann in einen Mantel gehüllt. Da glaubte Saul, es sei Samuel. Und dieser fragte Saul: Warum hast du mich beunruhigt und was willst du von mir, da der- Ewige dich verstoßen hat? -- Saul antwortete: Ich bin in großer Angst. Die Philister streiten wider mich, und der Ewige ist von mir gewichen. Und Samuel antwortete ihm und sprach: Der Ewige wird das Reich dir nehmen und eS David geben, auch wird er Israel in der Philister Hände geben, und du und deine beiden Söhne werden morgen bei mir sein. — Da fiel Saul zur Erde und erschrak so, , daß er alle Kraft verlor; denn er hatte den ganzen Lag nichts gegessen. Nun kam das Weib wieder hervor, gab ihm zu essen, und noch in derselben Nacht ging er weg. Lehren. Fr. Was erkenne» wir aus dieser Erzählung? Antw. Wie schrecklich die Folgen des Aberglaubens sind. Saul beweist hier dm thörichtsten Aberglauben, indem er den Zauberkünsten eines betrügerischen Weibes mehr Zutrauen schenkt, als Gott, dem Allmächtigen. : Fr. Wie mochte wohl diese Verwirrung entstanden sein? Antw. Wenn auch nicht gerade aus Unwissenheit, doch gewiß -wegen eines bösen Gewissensdenn der Mord! der unschuldigen

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