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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band zweites Heft · p. Seite 75

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band zweites Heft
Article
Rede, kurz nach der Emancipation der Israeliten in Kurhessen
Date
1834-01-01
Page
Seite 75 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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75 — sie dem größten aller Laster, dem Müßiggänge, preis geht; wenn ihr sie vielmehr ermuntert, sich einem nützlichen Gewerbe, einer Profession zu widmen. — Dann werden die Bedenklichkeiten, die vielleicht bei Manchen über das Glück, welches uns zu Theil ward, Statt finden, bald verschwinden; dann werden die Vorwürfe und Vorurtheile unserer Feinde beseitigt; *) dann werden wir selbst das Glück unserer Glaubensgenossen in andern Staaten fördern helfen.— Laßt uns aber auch unserm geliebten Landesherrn, der uns schon so viel Gutes erzeigt, die innigste Dankbarkeit unserer Herzen dadurch zollen, daß wir in unserer treuen Ergebenheit gegen denselben nie ׳ aufhören! Laßt uns die heißesten Gebete für unser geliebtes Fürstenhaus zu dem allgütigen Lenker unserer Schicksale emporschicken! — Stolz laßt uns daraus sein , uns zuidem biedern Hessenvolke zahlen zu können, dessen würdige Vertreter fast einstimmig uns als ihre Brüder anerkannt haben! ־ Und sollten einst daS Wohl unseres geliebten Fürsten, oder das Glück unseres Vaterlandes in Gefahr kommen: dann wollen wir uns des Heldenmuthes der Maccabäer erinnern; dann wollen wir in brüderlicher Vereinigung unsere Kraft und unser Vermögen dem Wohl des Staates opfern. Könnten wir jemals anders handeln; könnten wir die Wohlthaten vergessen, die uns zu Theil werden: o so wären wir nicht würdig des Großen, das der Herr an uns gethan. Aber nein, dahin wird es nicht kommen, dafür bürgt die lebhafte Freude, welche dieses *) Dann werden zwar die christlichen Handwerker, wie jetzt die christlichen Kauflcute und Angestellten, ihre Stimmen noch immer erheben; allein das Vorurtheil gegen die Annahme der Juden in die Zünfte wird schwinden müssen durch die Fähigkeiten und׳ das Betragen der jüdischen Hand» Werker , wie es schon jetzt in den Staaten, wo ihnen die Erlernung und Betreibung von Professionen gestattet ist, bei würdigen Mitbürgern, -en Unbethciligten, und besonders bei den Regierungen der Fall ist. D. H.

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