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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band erstes Heft · p. Seite 52

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
Article
[Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 52 (sequence 2)
Language
German
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— 52- — und Dankbarkeit gegen die gütige Vorsehung lesen, welche sie vor dem gierigen, alles zernagenden Zahn der Zeitz vor der Vernichtung zerstörender Weltstürme mit liebender schüzzender Hand bewahrtes Von hohem unschützbarem Werthe sind uns Allen diese ältesten Schriften der Welt. Ihnen verdanken wir die Urgeschichte des menschlichen Geschlechtes, von deren Wahrheit und Treue die Übereinstimmung derselben in den Hauptideen mit den spätem Sagen der Völker Zeügniß giebt. Sie enthalten die Urkünden der vernünftigsten Religion des Alterthums, zeigen uns die allmälige Geistesentwickelung der jugendlichen Menschheit, bis zur Reife der erhabenen Lehre von Einem Gotte, und an dem Volke, in welchem diese zuerst Wurzel faßte, geben sie uns die wichtige und trostvolle Wahrheit, daß die Gotteserkenntniß nicht wissenschaftliche Bildung, sondern Einfalt des. Gemüths erfordere. Und neben diesen schätzbaren Kenntnissen, welche edle Nahrung gewahren sie unseren Herzen! Die Lieblichkeit und tiefe Empfindung, welche in den kraftvollen Worte» der gottbegeisterten Männer herrscht, bewegen sanft jedes für das Höhere schlagende Herz, und pflanzen in dasselbe edle Keime tugendhafter Gesinnungen. Es sind Worte, welche des Herzens heiliger Regung entquollen, und sich wieder den Weg zürn Herzen bahnen. Zu allen Zeiten und bei allen Nationen übte ihre Zauberkraft einen wunderbarcn Einfluß auf die Menschen, und unübersehbar ist die Summe des Segens, den sie über die Erde verbreiteten. Für Wahrheit,-Tugend und Religion eiferten jene frommen und edlen Männer, indem sie ihre Zeitgenossen belehrten, trösteten, - oder sich dem Strome des einreißenden Verderbens mit Muth entgegensetzten. Was sie damals erstrebten, bewirken sie noch jetzt und in aller Ewigkeitz So lange nicht die Nacht der Barbarei die Herzen der Menschen verfinstert, werden jene unsterblichen Worte bei uns Anklang finden und ihre gesegnete Wirkung nicht verfehlen.

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