Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Geschichtliches und Literarisches
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 17)
- Language
- German
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Aber ach! wie bald ist sie vergangen, Unsres Volkes heitre Blüthezeit ׳—- Israel ward weggeführt gefangen, Auf das ganze Erdenrund zerstreut! — Doch nachdem es längst schon war erlegen Roma's unheilschwang'rer Riesenhand, Hingeschmettert von des Schicksals Schlägen,/ . Hing es noch'am theuren Vaterland. /׳ Lebend unter Druck und Schmach und Schande,. Nach dem schwersten Kampfe weggebannt; Aus dem heißgeliebten Heimathlande, Sucht' es bald ein neues Vaterland» Aber ach! des Glaubens R u f verkennend, Hatte man der Menschheit Recht verkannt Und es thürmte bitter sich und trennend, Unheilvoll die düstre Scheidewand. Ach! der Glauben der ein Reich der Liebe Hier auf Erden fest begründen soll, Regte — mißverstanden — bang und trübe Falschen Eifer an und bittern Groll. Wollten wir, vom Herzensdrang getrieben, Unsre Kraft dem Varerlande weihn — Ach! so zwang man uns, es nicht zu lieben Seine Kinder sollte n wir nicht sein! Doch ein Gott des Rechts, dev Wahrheit lebte, Und der Freiheit heil'ger Ruf erscholl Und die morsche Scheidewand erbebte —► Und begrub im Sturze allen Groll. Aus der langen Nacht, der leidenvollen, Ist — so wollte es der Vorsicht Schluß — Uns ein heitres Sonnenlicht entquollen, Und es jauchzt der Menschheit Genius. --- Wenn schon früh aus hohen Waldeshügeln, Harrend auf den jungen Tag, ich stand, Der mit M.orgenrothes gold'nen Flügeln.. Strahlend sich dem nacht geu Schooß entwand-