Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Geschichtliches und Literarisches
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 13)
- Language
- German
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41 rin lehrreicher Wegweiser in diescr Angelegenheit und beurkundet die trefflichen Gesinnungen der vielen edlen christ» lichen Mitglieder der Baierischen Ständeverfammlung, die sich durch ihre Äußerungen und Bemühungen / besonders zum Besten der 50,00! Israeliten in Baiern, ein ewiges schönes Denkmal gesetzt haben. Wir bedauern, daß der beschränkte Raum dieser Blätter es nicht gestattet, einen gehörigen Auszug aus dieser Schrift zu liefern, da die Rede eines jeden Mitgliedes sehr groß und eigentlich Alles darin, vorzüglich im Zusammenhänge» inhaltreich und interessant ist. Wir wollen daher nur etwas vom Schluffe hierher setzen, welches noch ein besonderes Interesse haben dürfte, und hoffen, daß endlich auch in Baiern das Loos der Israeliten bald verbessert werden wird. ״Der zweite Präsident Seusfert: In einer der Eingaben ist gesagt, daß den Juden selbst die Zulassung zur Advokatur versagt werde. Ich wünsche vom Ministertische Aufklärung darüber zu erhalten, ob diese Angabe richtig sei, ob die Ausschließung der Bekenner des mosaischen Glaubens von der Advokatur grundsatzmäßig geschehe, und, wenn daS der Fall, auf welche Gesetzstelle diese Übung sich gründe? Der k. Ministerialrash v. Abel: Hierin hat sich daS Justiz-Ministerium mit dem Minister des Innern benommen. Wenn mein Gedächtniß mich nicht täuscht, so ist schon im Jahre 1825, im Einverständniß des Staatsministeriums der Justiz und des Innern, durch eine k. Entschließung ausgesp rochen worden, dass die Juden zu Advokaten-Stellen allcrdings als befähiget anzuschen seien, wenn'ssie die übrigen Bedingungen erfüllt haben. Diese Entschließung ist durch das Gesuch eines Dr. Levinau veranlaßt worden. Daß dieselbe zurückgenommen worden sei, oder die Ansicht der beiden Ministerien sich geändert habe, davon ist mir nichts bekannt. - Der zweite Präsident: Es ist erfreulich, diese Ew klärung vom Ministertische vernommen zu haben«