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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band erstes Heft · p. Seite 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
Article
Geschichtliches und Literarisches
Date
1834-01-01
Page
Seite 35 (sequence 7)
Language
German
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35 daß das Ohr sie leicht hätte von einander unterscheiden können. Wie nun den Augen diese fast unauffaßbaren Nüancen vorstellen? Eine Frage, welche eine vollkommenere Kenntniß der Sprache der Falasjans wohl lösen würde." ״Auch in der Bucharei findet man Juden, die ab.er meistentheils alle in den Hauptstädten Buchara und Samarkant, ungefähr 40,000 Seelen stark, in 8000 Häusern leben. Jeder von ihnen zahlt monatlich als Kopfsteuer einen Tanga, oder etwa ein Zwanzigstel eines Dukatens, welche Einkünfte unmittelbar dem Chan zufließen, und wovon dieser die Unterhaltung seines Hofes, seiner Frauen und seiner Sklavinnen bestreitet. Die Juden haben freien und öffentlichen Gottesdienst in den Synagogen, doch keine weitern besondem Rechte. In der Hauptstadt dürfen sie nicht reiten.*) Sie haben ein ausschließliches Recht, aus Trauben Wein und Branntwein zu ihrem eigenen Gebrauch zu machen. Die Bucharen kaufen aber oft heimlich diese ihnen Verbotenen Getränke von denselben. Sie beschäftigen sich mit dem Handel, mit Verarbeitung der Seide und seidenen Zeuge und mit Handwerken, wobei sie sich besonders als Silber-, Kupfer- und Eisenarbeiter auszeichnen."**) ״In Bokhara lebt ein vorzüglich schöner Stamm von Israeliten und ich sah mehr als Eine Rebekka auf *) Auch in der Stadt Algier war es ihnen unter der Regierung der Dey's nicht gestattet. Als die Franzosen Algier erobert hatten, siel es ihnen auf, daß die Israelitischen Landbewohner, wenn sie an den Thoren ankamen, von ihren Pferden stiegen. Sobald sie indeß die tyrannische Ursache erfuhren, befreiten sie dieselben sogleich von dieser elenden Erniedrigung, da alle französischen Unterthanen gleich« Rechte genießen. D. H. **) Ausland. 3*

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