Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Mittheilungen aus Dresden, die Verhältnisse der Israeliten im Königreiche Sachsen betreffend
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 3)
- Language
- German
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— 21 — in Beziehung deS jüdischen. Kultus und Schulwesens sich als nöthig darstellenden Verbesserungen in weitere,Er- Wägung zu nehmen und einzuleiten, über mehrere Punkts diesfalls genaue Auskunft ,zu haben wünscht. , Dieser Verr ordnung sind zehn Fragen in Bezug auf den Kultus und siebe» Fragen, den Unterricht betreffend, angehängt. Sie haben zum Theil Ähnlichkeit mit den im Jahre 1666 der Versammlung jüdischer Notablen zu Paris vorgclegten Fragen, namentlich was die Ernennung und die Bsfugniffe der Rabbiner betrifft.*) Auch verbreiten sie sich über die,Beschaffenheit des Gottesdienstes und lassen die wohlmeinende Absicht der Regierung zur Errichtung eines Jsraelitischen Konsistoriums durchblicken. Sie sehen wohl ein, welchen Einfluß diese von der Königlich Sächsischen Regierung ausgegangene Initiative auf alle Jsraelitisehen Gemeinden Deutschlands haben kann; da man wohl anderwärts nicht abgeneigt sein möchte, einen von der besonnenen und unbefangenen Sächsischen hohen Kultusbehörde, an deren Spitze der edle und aufgeklärte Minister v!׳. Müller steht, ausgesaßten Plan ebenfalls in Ausführung zu bringen. **) Man mußte daher die Beantwortung der vorgclegten Fragen vom richtigen Standpunkte auffaffeii, im Sinne der fortschreitenden Kultur und nicht des stereotypen After-Rabbinismus der letzten Jahrhunderte (denn der eigentliche frühere Nabbinismus ist auch fortschreitend!); man mußte der Regierung zeigen, daß, so entfernt man war, auf das vor drei Jahren ergangene Ansinnen einer Sabbathverlegung cinzugehen, so bereitwillig würde man jetzt auf die wohlgemeinten, acht väterlichen Verbesserungsvorschläge der Regierung Bedacht nehmen! — *) Merkwürdig ist auch hier, wie Napoleon auf die wicht i fl ft e Hauptfrage gekommen, nämlich: wer wählt die Rabbiner? — D. H. ") Gott gebe es! — — D. H.