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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band erstes Heft · p. Seite 18

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
Article
Haben die Juden Glaubensartikel, oder nicht?
Date
1834-01-01
Page
Seite 18 (sequence 4)
Language
German
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—!3 — war — die Unterscheidung zwischen der Offenbarung deS alten und der des neuen Testaments anlangt: so läßt sich Beides dahin berichtigen, daß die heilige Schrift einerseits nirgends darauf eingcht, einen strengen Beweis für die ewigen Wahrheiten zu führen, sondern immer voraussctzt, daß man, ohne ein ruchloser Thor zu sein, dieselben nicht leugnen könne, andererseits sogar hin und wieder, z. B. 3. B. Mos. IS, 39, vor übersinnlicher Forschung warnt, daß demnach 6er auf spekulativem und praktischem Wege zu erlangende subjektive Glaube, als die Grundbedingung aller Religionen, dem ihn selbst modisizirenden Glauben an die Offenbarung auf dem Berge Sinai vorausgchew muß, ohne daß jedoch der aus der Vernunft und dem Gemüth von selbst cntspringende Glaube — wie es einst nur dem Glückselkgkeitslehrer Basedow einfallen konnte — geboten werden dürfe; daß folglich׳ das Judenthum, als auf einem vcrnunstmäßigen Glauben beruhend, von dem auf bloße Geheimnisse sich stützenden Christenthum, von .dem schon Celsus (ob mit Recht, bleibe dahingestellt) behauptet hat, daß es mitfreier Prüfung und Forschung der Vernunft nicht vereinbar sei, sich völlig unterscheidet, und also nur im neuen/nicht aber im alten Testamente von einer Glaubenspflicht die Rede sein kann. ׳ Aus den bisher gemachten kurzen Bemerkungen, die sich bei größerm Raume noch verlängern ließen, dürften sich zwei wichtige Folgerungen ergeben: einmal (was hier eigentlich bezweckt werden sollte), daß die von Maimonides festgesetzten Glaubensartikel, deren Zahl zwar durch eine logische Operation aus eine kleinere, wenn auch nicht zum Worrheile der Deutlichkeit, rednzirt werden kann, ,die aber mit Recht den Vernunstglaubcn neben dem historischen enthalten, nicht nur in exvterischen, sondern auch in csoterischon Schriften bcibchalten werden müssen; sodann, wie dis Philosophie, als die Wissenschaft der Wissenschaften, nicht umhin könne, auch der jüdischen Theologie ihren Geist ein--

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