Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Allgemeines Israelitisches Gesangbuch u.s.w.
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 6)
- Language
- German
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15 Mensch bin ich: — was MrnschnibrMr Angehr, kann eS fern mir sein? Wie/ sich meines Leibes Glieder Wechselnd Dienst und Hülfe lcihn: So will ich auch Jedermann Helfen, dienen, wo ich kann. IV. Haben die:,Juden Glaubensartikel, oder nicht? Diese Frage auch nur problematisch verneinen zu wollen, hieße ׳das Wesen der Religion überhaupt, und der jüdischen insbesondere, von Grund aus verkennen. Ich rede nicht nur von dem jede Offenbarung beginnenden historischen Glauben — denn diesen in eine absolute Gewißheit zu verwandeln, ist noch Niemandem eingefallen, — sondern vornehmlich vom Glauben an Gott,,Vorsehung, Unsterblichkeit und andern ewigen Wahrheiten. Denn nie wird es dem menschlichen Geiste innerhalb der Sinnenwelt gelingen, diese erhabenen Ideen zu erkennen; das Absolute und Unendliche ist und bleibt für ihn nur in einer unergründlichen Voraussetzung da. Jndeß scheint es um so nothwcndiger, die aufgeworfene Frage vom Standpunkte der Spekulation zu beantworten, als cs seit mehreren Jahrzehnten Mode geworden, in fast allen Religionsschristen und Broschüren den Satz zu wiederholen: ״das Judenthum kenne keine Glaubenslehren, sondern nur gcoffcnbartes Gesetz" — ohne im mindesten eine tiefere Beweisführung für diese Behauptung anzugeben, oder gar den Zwiespalt zwischeu ihr und der allgemeinen Annahme der dreizehn Glaubensartikel auszügleichcn. Bekanntlich war es Mendelssohn, der zuerst den genannten Satz'in feinem ״Jerusalem" aufsicllte, und zwar