Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Allgemeines Israelitisches Gesangbuch u.s.w.
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 5)
- Language
- German
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14 L ied 24 ü.; Meinen Nächsten soll ich lieben Wie mich selbst, ohn' Heuchelschein; Sott aus liebevollen Trieben Herzlich seines Wohls mich freun. Das ist Pflicht der Menschlichkeit, Das ist Pflicht, die Gott gebeut. ,Sag mich, Herr, sie-heilig achten! Jeden, auch den Kleinsten hier, Laß mich als dem Kind betrachten! Du erschufst ihn neben-mir; -Ihn verknüpfte deine Hand Mit mir durch ein Bruderbaud. Einen Vater haben Alle: Dich, den einen Gott und Herrn! Nur wie jeder dir gefalle, Me er dir gehorchen lern': Das entscheidet seinen Werth, — Nicht, was ihn vor Menschen ehrt. Einer Erdenwelt Genossen, Elner menschlichen Natur Sind wir Alle, Al!' entsprossen Won dem e i n e n Vater, nur. Drum kann keiner fremd mir sein, Keiner mir als Mensch zu klein. Eine Hoffnung wird uns Allen Auf das bess're Vaterland, Dem wir hier entgegen wallen, Wo uns eint das engste Band., Doch kommt Keiner zu dir, Herr, D!ieb fein Herz von Liebe leer. Darum soll ich freundlich, gütig Mich um Lindster Wohl bemühn; Niemals stolz und übermüthig Meinem Nächsten mich entzieh»;, Z!rr Beglücken und Erfreun Soll ich, Gott, dir ähnlich sei«.