Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nekrolog [Nachricht]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 431 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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431 verschied, in feinen Heften ״über Kunst und Alterthum" ausgesprochen. Sein Drama r ״Struensee" wuxde bei dev Darstellung in München sehr günstig ausgenommen und eben so die Zueignung desselben an Se. Maj. den König von Baiern, von diesem Monarchen. Die größt ten und berühmtesten Männer Deutschlands waren innige Freunde Michael Beer's und bedauern mit uns und mit allen, die den trefflichen, gelehrten und edle» jungen Mann kannte», seinen frühen Hintritt. Seine sterbliche Hülle ward mit großer Feierlichkeit auf dem Israelitischen Friedhöfe zu München zur Ruhe bestattet. Die Stadtarmen aller Konfessionen wurden von den beiden Brüdern des Verstorbenen, Herren Wilhelm und Heinrich Beer, die aus Berlin nach München geeilt waren, um ihm in seiner Krankheit beizustehen, ihn aber bereits entseelt fant Sen, sehr reichlich bedacht. (Seinem letzten Willen gemäß sandte seine Mutter der christlichen Armenan, stalt in Berlin ein Geschenk von 1000 Lhalern.) Sein Sarg war mit einem Lorbeerkranz« geschmückt und gar viele Personen aus den höheren und höchsten Ständen waren bei der Beerdigung zugegen. Ein für diese Lodtenfeier eigens verfaßtes Gedicht: ״die Todtevblume" brachte bei den Anwesenden viel Rühr rung hervor» *) *) Vcrgl. Literarisches Notizen-Blatt zur Abendzeitung v. 24« April!833, u. s. w.