Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Israelitische Schulwesen und das von der Regierung kräftig unterstützte Israelitische Hospital zu Warschau
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 9)
- Language
- German
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384 Öffnungen würden bann von Einzelnen hie und dort bewirkt werden und im Laufe der Zeit gar keine Schwierigkeiten mehr finden. Wie wir vernehmen, soll ein ehrwürdiger alter und gelehrter Rabbiner in Deutschland, erst vor m nigen Jahren, einem Vater auf seine Anfrage bei Hm, gestattet haben, die Leiche seines Kindes össnen zu lassen, um die Krankheit desselben genau zu ermitteln, da mehrere seiner Kinder auf eine und ebendieselbe Weise starben und er durch Vorbeugung die Erhaltung des Lebens seiner übrigen Kinder bei wirken wollte, welches auch gelungen sein soll» Wir werben uns deßhalb an diesen Rabbiner wenden und ihn um Aufschluß hierüber und um Mittheilung feie ner Gründe ersuchen. Indem wir dieses niederschreiben, fühlen wir von neuem, wie gewiß alle Bessergeflmiten in Israel mit uns, die Nothwendigkeit Israelitischer Religionse Lehd'rden, oder Konsistorien, welche alle solche Fragen zu entscheiden und allgemein gleiche Einrichtungen zu treffen im Stande sind! Mt Wehmuth betrachten wir das Unzusammenhängende und Schwankende in den Gemeinde- und Kultuseinrichtungen, besonders in Deutschland! Welche« Mangel an Einheit, welche Zerrüttung! Wohin soll dieß Alles fuhren? Doch lasset uns vertrauensvoll auf den großen Lenker aller Dinge, auf den allliebenden Vater droben, blicken, der uns selbst in den trübsten Zeiten nicht verließ und verläßt, er wird uns auch hier seine Hilfe und sein Licht gewiß senden; und getrost woli len wir also mit dem von Gott uns gesandten Pro-