Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Israelitische Schulwesen und das von der Regierung kräftig unterstützte Israelitische Hospital zu Warschau
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 2)
- Language
- German
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hatte auch die Aufsicht über die Rabbiner-Schulen. Sie können sich also vorstellen, daß bei diesem Geiste die Schule keiner großen Aufmerksamkeit des Israeliten genießen konnte, obgleich viele der Lehrer es sehr gut mit der Sache meinten und fleißig arbeitetettf um der Schule einen Schwung zu geben. Es half aber nichts, weil auch die Israeliten, und eigents lich, wie sich von selbst verstehet, die Altgläubigen, zugleich dagegen eiferten. Die einigen guten Lehrer haben einen harten Kampf, und ganz natürlich muß also die Schule, wenn es nicht bald geändert wird, ganz in Verfall gerathen, welches sehr betrübend wäre, denn sie hat bis jetzt manche sehr gute jekte entlassen^ Wenn auch nicht alle zu Rabbiner stellen fähig sind, so können sie doch wenigstens sehr gute Lehrer werden, und gerade solcher bedarf man sehr viele, um, einst wenigstens, irgend eine Verbeft serung zu erlangen» Indessen werden aus Fanatis» mus gerade die aus der Rabbiner-Schule mit den besten Zeugnissen entlassenen Schüler nicht zu den vacanten Elementarlehrer-Stellen zugelassen. Doch genug hierüber! Einige beffergefinnte Israeliten haben Der- Unwissenheit und Böswilligkeit Ehiarini's, überall, wo er von Juden und Judenthum spricht! Wir haben seit langer Zeit nichts Gründlicheres und Zweckmäßigeres über diesen, leider» wieder so viel besprochenen Gegenstand gelesen, und werden wohl bald auf disss Schrift unseres achtungswürdigen Freundes, Herrn Dt\ Jost, in diesen Blättern zurückkommen. ־ ' ' ׳ D. H.