Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Auszug aus einem Schreiben eines würdigen, gelehrten Rabbiners, an den Herausgeber über den Inhalt des neunten Heftes, siebenten Jahrganges der Sulamith
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 6)
- Language
- German
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Z72 physmen nicht vermeide» konnks. Von der Nnsterblichkeit der Seele spricht zwar Moses nicht ausdrücklich; aber es ist darum nicht minder gewiß, daß er sie ge? lehrt, da sie aus seiner ganzen, göttlichen Religionss und Sittenlehre folgt. Und wenn diese heiligen Schrift ten manche Gebote der Sittlichkeit nicht enthalte», so ist daraus weiter keine Folge zu ziehen, denn er wollte ja nicht, wie Ammon und Reinhard, ein vollständiges Moralsystem schreiben. Aber die Grundsätz e, auf welchen ein solches System berühr und die Hauptgesetze desselben lehfte die Thora allerdings und das ist genug, denn alles Übrige folgt daraus. (Dürfte es ja nicht schwer zu beweisen sein , daß auch das neue Testament von so manchen Pflichten schweigt, deren doch die Moralsysteme erwäh, neu.) Diejenigen nun, welche uns solche Einwürfe machen, sind auch gar nicht geeignet, die Predigte» der aufgeklärten jüdischen Eottesgelehrten zu beurtheilen; denn was diesen so viel Werth gicbt, ist die aus allen hervvrleuchtende Tendenz, das Judenthum durch Reinigung von den Schlacken der Grübelei zu einer ächten allgemeinmenschlichen Lehre zu machen. Da nun aber jene Herren dem Judenthum f selbst wie es sich in den Schriften Mosis und der Propheten ausspricht, eine solche Eigenschaft absprechen , so müssen sie natürlich dieses Streben unserer Verbesserer als eitel und nichtig ansehen. Darum nochmals den herzlichsten Dank, mein verehrter Herr Direktor, daß Sie zur Beurtheilung der Predigten des geschätzten Vii. Jahrg. 2. Band. .... 27