Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Achtet auf die Zeit
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311286--08070-2311714- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
318 fcn fehlt, und es fehlt der -sorgfältig ausgebildete Verstand , und es fehlt das zu! beseligenden Tugenden veredelte Herz, und es fehlt die feinere Sitte im Reden und Schweigen, und es fehlt die Harmvnie der lieblichen Eigenschaften, die das Weib zu einem schönen und sittlichen Ganzen gestaltet. — Nun, m. F., meint ihr noch , es gäbe nicht vollauf für uns zu thun, es gäbe für Väter und Mütter nicht genug zu thun, so sie nur auf die Stimmen der Zeit hören wollen? Endlich predigt die Zeit Gediegenheit im Leben! Kennt ihr den Text dieser Predigt? Er ist Lcht biblisch, ächt prophetisch : Es rühme sich der Kluge nicht dessen, was ut e n Klugheit z u n e n n e u p fl eg t.- Ist nicht die Klugheit der Klugen in unserer Zeit zu Scham den worden? Es rühme sich der Starke nich.t seiner Körperstärke. Sind nicht die Machthaber der Erd e d u r ch d e n G e i st, d u r ch i n s L e b e n getretene Ideen gestürzt und gehoben worden? Es rühme sich der Reiche nicht seines Reichthums an Gold und Silber und Edelger stein. Werist denn.jetzt wohl reich zu nennen? Hat die Zeit nicht selbst mit den Reichsten die schnellste Verwandlung vorgenommen? Welch eine Aufforderung, m. B., für gediegene Schätze zu sorgen, für ein gediegenes Leben! Weit mehr als sonst, müssen wir darauf bedacht fein, daß unfern Kindern innere Reichthümer werden; mehr als sonst darauf bedacht sein, daß die Schätze entwickelt werden, die sie in ihrem Geiste und in ihrem Gemiithe tragen;