Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Achtet auf die Zeit
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Freiheit/ fordert und predigt unsre Zeit — Gediegenheit, Gediegenheit im Wissen zuerst. Was diesen Punkt betrifft, dürfen und sollen wir mit unserm Texte sagen: Auch wir wölken wie die übrigen Völker sein! Lange sind wir hinter unfern christlichen Brüdern zurückgeblieben; jetzt wvllen wir ihnen gleich zu werden suchen und mit aller Kraft die versäumten und verträumten Jahre durch rastloses Vorwärtsstreben zu ersetzen suchen: auch unsre Söhne sollen die Felder der Wissenschaften anbauen helfen. ״Es ist Zeit, zu pflanzen," sagt der Weise, Z eit, die Bäume der Erkenntn i ß in d e m g r o ß e n G a r t e n d e r Mens ch h e i t mit rüstiger Hand und mit noch rüstigerm Geiste a n z u p f l a n z e n! ״Es ist Zeit, zu he 1 len," sagt der Weise, die Wunden zu heilen, die dis Unwiffenheit seit mehreren Jahrhunderten dem vcrwahrlvseten Israel geschlagen; Zeit, die Wissenschaft zu umarmen, die Weisheit unsre Schwester, die Erkennkniß unsre Freundin» zu nennen« Es ist Zeit, ״Steine zu sammeln," sagt der Weife/ um mitzubauen an den Ehrentempeln dev Nationen, zu welchen uns bis jetzt der Zutritt verweigert war. Gediegenheit in der Bildung fordert die Zeit zum Zweiten« So wie sich gar viele unserer Jünglinge mit den Blumett und Blüthen der Wissenschäften begnügen, und mehr in die Breite als in die Tiefe gehen, und statt gründlich — oberflächlich erscheinen: so begnügen sich in der Bildung manche unserer Jungfrauen mit dem Schsin-e, und das Wy V!!. Iahrg. 2, Band, 23