Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Traurede, gehalten bei der Trauung eines Israelitischen Ackermannes
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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253 auch gewiß, daß diese Verbindung , wenn sie eine unglückliche sein sollte, Ihnen eben so sehr das Leben verkümmern und verbittern kann; es ist gewiß, daß sie Ihnen dann nur wenig Freude, aber um so mehr Schmerz und Trübsal bereiten wird, und eben diese Ungewißheit über Ihr künftiges Schicksal ist es denn auch, -welche in dieser heiligen Stunde Ihre Seele mit Bekümmerniß erfüllt. Im Stillen fragen sich jetzt Ihre Herzen: Wird unsere Verbindung uns auch Segen bringen, . wird unsere Zukunft freudig und ungetrübt sein? —• Doch die Religion, welche allenthalben reichen Segen ausgießt, hat auch für Sie, m. Th., Worte des Trostes! Sie verheißt Ihnen eine glückliche Zukunft, so Sie ihr stets getreu bleiben und all' die Wichten erfüllen , die sie Ihnen in dem neuen Stande auferlegt. Lassen Sie das fromme Psalmenwort: ״Ich will in Herzens-Unschulö wandeln in meinem Hause!" sich zur Richtschnur dienen in dem künftigen Stande! Denken Sie, m. werther Bräutigam, stets daran, daß Sie Ihre Lebensgefährtinn aus der Hand Gottes empfangen, dass von Ihnen bas Wohl und Wehe ihrer künftige» Tage abhängt, und gewähren Sie ihr alles das, was ein gottesfürchtiger Gatte seiner Gattinn schuldig ist. Seien Sie ihr treuester Versorger und Beschützer, ihr wärmster Freund und Verehrer, ihr bester Helfer und Tröster! Vergessen aber auch Sie, th. Braut! nie, was Sie Ihrem Gatten sein sollen, vergessen Sie nicht, was Salomo Ihnen zuruft: ״An-