Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Israelitisches Schulwesen in Gotenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 4)
- Language
- German
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״Mitschüler! oder Bekannten, als wahr dargestellk ״hat, und wird durch diese praktische Erfahrung ״ weit sicherer und weit dauerhafter auf sein Herz ״wirken, als ganze Lehrbücher der Gelehrten in dies ״ sem Fache." Hierauf suchte ich das Verdienst, wele ches die Stifter der Schule sich um die Mite und Nachwelt erworben, in ein Helles Licht zu setzen, und sprach unter Anderm: ״Alle Vortheile und ״Freuden, die wir sonst besitzen mögen: Macht, ״Überfluß, Pracht, Schönheit, ach, wie lange bleie ״ben sie uns! noch eine Spanne Zeit, und sie sind ״mit uns von der Erde verschwunden; Niemand ״gedenkt ihrer mehr, wenn Staub unsere Gebeine ״ deckt. Sagt, wo sind die Reichen, die vor unserer ״Zeit kostbare Palläste aufgeführt, sie mit Pracht ״und Glanz geschmückt, deren gastliche Tafeln unter ״der Bürde der leckerhaftesten Gerichte, der theuers ״sten ausländischen Weine erseufzt, deren Erben ״prahlende Leichensteine auf ihr Grab gesetzt? wo ״sind sie? man kennt, man nennt sie nicht mehr! ״Ihre Reichthümer sind verschwunden; ihre Häuser, ״jetzt in fremden Händen, werden des veraltenden ״Geschmacks halber umgebaut oder gänzlich nieder- ״gerissen; von allem, was sie hienieden gethan, ge- ״wirkt, ist keine Spur mehr vorhanden. Kalt gehet ״de« Wanderer ihrem prahlenden Leichenstein vor- ״über, und denkt sich: abermals eine Lüge von las ,-chenden Erben in Marmor geätzt! — Jene geprie- ״jene Schönheit, zu deren Füßen Legionen von An- ״betern, um einen einzigen holden Blick nur, sich