Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Israelitisches Schulwesen in Gotenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 3)
- Language
- German
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238 ftGedanke bleiben, eine so schöne, ehrwürdige, kraft- ״dolle, nützliche, heilige, für uns Israeliten so nvth» ״wendige Sprache, die so viele vortreffliche Männer ״gebildet, aus dem Kreise der Lehrgegenstände unse» ״rer Schulen zu verbannen." 3. Zerstreuung des Dorurtheils, als wäre in einer öffentlichen Schule Gefahr für die Sitten vorhanden. Hierin heißt es auch zum Schluß: ״Ich denke noch weiter zu ge» ״hen und darzalegen, daß eben die große Mannich- ״ faltigkeit in den kindlichen Charakteren, eben die ״Verschiedenheit der Neigungen, eben die Ungleich, ״heit der Sitten, der Geistesanlagen und der Ge- ״müthsbefchaffenheit, der jugendlichen Bildung im ״ Ganzen genommen zum wahren Vortheile gereiche, ״und daß eben hierin der Hauptvorzug bestehe, den ״der Schulunterricht vor dem Privatunterricht habe; ״ denn durch diese Mannichfaltigkeit der Charaktere ״und durch die verschiedenartigen Reibungen, die ״jene zuweilen zur Folge haben, wird sie eine prak» ״tische Vorschule des Lebens in der bürgerlichen ״Gesellschaft. Dev Knabe kommt bei seinem Eintritt ״in dieselbe gleichsam in eine Welt im Kleinen; ״ er erlangt in ihr schon frühzeitig einen ziemlichen ״Lheil MenschenkenNtniß, die seiner Fähigkeit ange» ״messen ist, und eine einzige moralische Sentenz, ״die er, vielleicht als Sprachübung nur, auswendig ״gelernt hat, und die übrigens seinem Herzen kalt ״ vorübergegangen ist, gewinnt Leben, wenn dieselbe ״sich irgend einmal durch die Begebenheit seines ״Schullebens, an ihm selbst, oder an einem seiner