Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Medizin der Israeliten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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230 IV. Die Medizin der Israeliten. (Eine Skizze.) Von vr. H. Frankel. *Die Ähnlichkeit der Heilkunde der Hebräer mit der der Ägypter ist so groß, daß sich die Verwandtschaft beider nicht verkennen läßt. Die Ägypter gelten im Alterthume nicht allein als ein gesundes Volk (Her «vdvt 2. 77, was sich auch daran bewährt, daß man an den Mumien nur selten kariöse Zähne bemerkt), sondern auch jeder Einzels unter ihnen,wurde für einen Arzt vom Berufe gehalten. Vergl. Herodot 2. 84. und Odyssee 4. 230. Diese sonderbare Ansicht mag sich vielleicht daher geschrieben haben, daß der Ägypter verpflichtet war, monatlich drei Tage lang seinen Körper durch Bäder, Brechmittel und Purganzen zu reinigen, und sich überhaupt einer Diät zu unterwerfen, die, der mosaischen ähnlich, zum Lheil zwar eine mystische Bedeutung hatte, meist aber aus praktischen Beobachtungen herfloß. So enthielt man sich z. B. des Salzes, weil es aus dem Meere kam, das als Verschlinger des Nils verhaßt war, *) *) In Plutarch's de Jside et Osiride wird hingegen gesagt, daß man nur dasjenige aß und opferte, was den Göttern zuwider war.