Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über das Leben und Wirken des im Jahre 1827 verstorbenen Landrabbiners Herrn Isaak Heß Kugelmann zu Lengsfeld
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 5)
- Language
- German
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218 hätten» *) Auch in Lengsfeld sollte an ihre Stelle wieder die alte und liebgewonnene treten, da war es aber der Verewigte, welcher seine Untergebenen über ihren Zrrthum zu belehren suchte und seine Bemühungen hatten auch den Erfolg, daß manche gute Anordnung des Westfälischen Konsistoriums beibehalten wurden» Damals kam Lengsfeld an das KurfürstenthKu Hessen, ward aber später mit ander ren Hessischen Gebietstheilen an das Großherzogthum Weimar abgetreten. Die Verhältnisse der israelitir schen Unterthanen waren damals noch nicht gesetzlich geordnet, wede^ ihre Schulen noch ihr Kultus dom Staate beaufsichtigt und so konnte auch der Verr ewigte nicht dazu gelangen, von der Staatsbehörde in seinem Amte bestätigt zu werden. Ein solcher Zustand mußte aber den aufgeklärten Gesinnungen ׳ *) Gleichwohl sind alle jetzige verbesserte Synagogen» und Gemeinde-Einrichtungen u. s. w. in den deutsche» Israelitischen Gemeinden nur als Folgen jener Konsistorial - Einrichtungen und Verfügungen zu betrachten« Dieses Kollegium ging Mit dem Muster und den nützlichen Unordnungen voran, und nur erst seitdem es existirte, wurden hier und dort deutsche Predigten, Gesänge, Trauungen und Konfirmationen in den Sy n a - zogen eingeführt und manche Verbesserungen im Schul- und Kuftuswesen vorgenommen. Wie unendlich viel Gutes hätte dieses Kollegium noch wirken können, wenn «S in einem festbestehenden Staate errichtet worden wäre und sich nicht, in Folge der politischen und geographischen Lage, am Ende des Jahres 1813 hätte selbst auflösen müssen. D. H.