Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633--07932-2311604- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
208 G n oyen und H a g e n o w gehaltenen Predigten aus» gezeichnet hat, seine Vorträge dem Druck übergeben möchte." Es ist eine erfreuliche Erscheinung, bei einer so kleinen Gemeinde, als die zu Güstrow — sie zählt nur 23 Familien.— ein so reges Streben nach dem Höher» und Bessern zu sehen, denn nicht nur, daß der Gottesdienst alldort eine edlere Form ge» Wonnen (der öffentlich meistbietende Verkauf der Mitzwoth war lange schon verbannt), so haben Unter , den wenigen jüdischen Individuen, die es überall , dorr nur giebt, ungeachtet aller noch Statt finden» den Beschränkungen, dennoch ein guter Theil davon sich dem Handel entzogen. - Es befinden sich nämlich unter den angegebenen 23 jüdischen Hausvätern ein Dr. med. ׳ ein Dr. jur. und Canzlei»Advokat, ein Bildhauer, ein Gra» veur, ein Schirmmacher und zwei sind Inhaber eines öffentlichen Institutes, des dortigen Stadtleihhauses. Unter den Handeltreibenden sind drei Grvßhandlun» gen und ein großer Produktenhändler, der Geschäfte über See macht, so wie einige bedeutende Manufak». tue» Handlungen, und nur der kleinste Theil beschäf» tigt sich mit Kleinhandel, jedoch Niemand mit Wuchergeschäft. Die dortige neue Synagoge über» trifft, nach Aussage glaubwürdiger Augenzeugen, wenn nicht an Größe, jedoch vermöge ihres Äußern, wie auch der zweckmäßigen und eleganten inner» Einrichtung, die ältere und neuere Synagoge von Berlin, Breslau, Hamburg und Hannover. (??) An der Synagoge