Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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207 Hiesigen, auch von christlichen Glaubensgeüvffen zahls reich besuchten neuen 'Synagoge gehalten. Und wenn gleich eine feierliche Einweihung derselben nicht Statt gefunden , weil, wie verlautet, die Israelitische. Ges mcinde einen zu großen Menschendrang bei:diesen Gelegenheit befürchtete, so wurde dennoch durch die schönen Choräle (Psalm 30 und 122), die an diesem Tage gesungen wurden, und die. vortreffliche Predigt, die der-Privatlehrer Hern Levi Daniel in dcuts scher Sprache hielt, die förmliche Einweihung vollkommen ersetzt. Auch für die Folge wird bei dev hiesigen jüdischen Gemeinde der begonnene geläuterte Ritus, als Singen von Chorälen und Predigten in deutscher Sprache, beibehalten werden, wie denn solr eher auch schon später in der neuen Synagoge Statt gehabt hat. Es gereicht überhaupt der hiesigen jüs difchen Gemeinde eben so sehr zur Ehre, daß sie. die erste im Lande ist, die einem dem Geiste der Zeit mehr entsprechenden Kultus eingeführt hat, als das: Ausrichten eines Gotteshauses, welches vermöge fcis: ues Äußern eine Zierde hiesiger Stadt geworden ist.. Dieses Gebäude, massiv, in einem einfachen, aber schönen Style gebauct, liegt in einem Garten mit englischen Partieanlagen , welcher gegen die Straße mit Säulen und Stacketen bewahrt ist, und versdient die Synagoge sowohl wegen ihrer zweckmäßigen: innern Einrichtung, als der geschmackvollen Verzies rungen, die sie enthält, einer rühmlichen Erwähnung.: j Übrigens wäre zu wünschen, daß.Herr Levi Das( niel, welcher sich bereits durch feine schon früher in 15*