Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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190 ausgezeichneten Talente eine unersättliche Wißbegierde, einen unermüdlichen Fleiß verbindet, hat mit diesem Erstlinge seiner literarischen Thätigkeit nicht allein die günstige Meinung seiner Freunde, sondern auch das ehrende Urtheil Aller derer vvrtheilhaft bewährt, denen er durch seine gediegenen Aufsätze artistischen Inhalts im Berliner Conversationsblatt seit einiger Zeit bekannt war. In der Einleitung beantwortet der Vers, zuerst die Frage: warum die Juden nicht zum Drama kommen konnten? durch eine eben so gründliche als bündige Auseinandersetzung ihrer politischen und religiösen Richtung, und in einem gehaltvollen, meist blühenden Style. So gelangt er zu der einzigen und höchst auffälligen Erscheinung eines jüdisch-griechischen Trauerspieldichters, Ezechiel, von dem er gegen > viele frühere Behauptungen beweiset, daß er ein Jude gewesen sei, und im zweiten Jahrhundert vor Christi Geburt gelebt habe, wodurch zugleich der griechischen Literatur der Juden ein viel früherer Beginn angewiesen wird, als. man gewöhnlich glaubt. In denselben Kreis, zieht dev Verfasser auch den vielbestrittenen Philo den Älteren hinein (nicht mit dem bekannten Philosophen Philo zu verwechseln), von dessen epischem Gedichte: Jerusalem, leider nur wenige Bruchstücke noch vorhanden sind. Deutsche metrische Übersetzungen sind dem Texte beigegeben, der. an vielen Stellen mit Umsicht und Ge- «andtheit verbessert, und durch gelehrte kritische Bemerkungen erläutert ist. Eine durchgeführte Verglei-